- 25.05.2011, 09:24:10
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WKÖ-Klacska fordert ökosozialen Mobilitäts-Mix und vorausschauende Verkehrspolitik
Bundessparte Transport Verkehr bei der parlamentarische Konferenz "Neue Chancen für die Wasserstraße Donau": "Donauraumstrategie als Lackmustest"
Wien (OTS/PWK363) - In der Europäischen Union wird der
Güterverkehr auf Straße und Schiene in den kommenden 15 Jahren um
mehr als 40 Prozent wachsen, bis 2050 wird er gar um 80 Prozent
zulegen. "Wir brauchen einen ökosozialen, nachhaltigen Mobilitätsmix
- von Straße, Bahn, Luft und Wasser - um diese Herausforderungen zu
bewältigen", betont Alexander Klascka, Obmann der Bundessparte
Transport Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
anlässlich der parlamentarischen Konferenz "Neue Chancen für die
Wasserstraße Donau".
Die Donauraumstrategie bezeichnet Klascka dabei als "Lackmustest,
der zeigt, ob die heimische Verkehrspolitik Gestaltungswillen zeigt."
Sie könne neue Impulse für die Realisierung der Ziele des nationalen
Aktionsplans für die Binnenschifffahrt geben. "Um das Ziel der
Verdoppelung der transportierten Tonnen auf bis zu 25 Millionen zu
ermöglichen, ist entschiedenes Handeln jetzt nötig."
Einsparungspotentiale bei Transportkosten bis zu 42 Millionen Euro im
Jahr sowie elf Millionen Euro bei externen Kosten gelte es zu heben.
Mit diesem Ansinnen wird die Bundessparte Transport und Verkehr auch
von Bundesratspräsident Gottfried Kneifel unterstützt, der ebenfalls
die Steigerung des Güterverkehrsaufkommens auf der Donau "für absolut
dringlich" erachtet, denn gegenwärtig werde das Potenzial der Donau
nur zu 15 Prozent genutzt.
"Die Donau kann Standortqualität und Vorteile für den
Wirtschaftsraum Österreich bringen, wenn bestimmte Rahmenbedingungen
gewährleistet sind, die zur Wettbewerbsfähigkeit der Donau
beitragen", betont der Bundesspartenobmann. Zu diesen zählt er die
Sicherstellung der ganzjährigen Schiffbarkeit der Donau durch
ausreichende Fahrwassertiefen, die Reduktion der
Schleusenrevisionszeiten, die Intermodalität der Donauhäfen mit einer
effizienten Hinterland-Anbindung. "Für den Kunden sind Planbarkeit,
Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Multimodalität entscheidende
Kriterien für die Wahl ihres Verkehrsträgers. Der Kunde entscheidet
letztendlich welcher Verkehrsträger zum Zuge kommt und nicht
Verkehrswirtschaft oder Politik", so Klacska.
Österreich habe mit der Donauraumstrategie die Chance zur
Logistikdrehscheibe von und nach Süd-Osteuropa zu werden. Es brauche
aber eine Abstimmung von Regional- und Verkehrspolitik auf
europäischer Ebene. "Hohe Mautkosten auf den Straßen verhindert nicht
die Ansiedlung von Industrieunternehmen in strukturschwachen Regionen
am Rande Europas, man bestraft damit nur die nationale
Mobilitätswirtschaft. Wir müssen die Produktion näher an
Logistikknoten, an europäische Verkehrskorridore bringen, damit die
Auswahl des Verkehrsträgers erst möglich wird", gibt Klacska zu
bedenken. (AC)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Bundessparte Transport Verkehr Geschäftsführer Dr. Erik Wolf Tel.: +43 (0) 5 90 900 - 3251 E-Mail: [email protected] Internet: http://wko.at/verkehr
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