Berlakovich: Bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft ja, Agrarindustrie nein

Anlässlich der Parlamentarischen Enquete zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013

Wien (OTS) - "Die österreichische Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gilt europaweit als Erfolgsgeschichte. Auch EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hat unser Modell als vorbildhaft für ganz Europa bezeichnet. Ich setze mich mit Nachdruck dafür ein, diesen bäuerlich-nachhaltigen Weg weiterzuführen. Denn weder Österreichs Bäuerinnen und Bauern noch die KonsumentInnen wollen eine industrielle Massenproduktion", betonte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich heute anlässlich der Parlamentarischen Enquete zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013.

Kürzungen drohen von mehreren Seiten

"Ende Juni, wenn die Finanzielle Vorausschau für die kommende Haushaltsperiode vorgestellt wird, geht es ans Eingemachte. Einerseits wollen die Oststaaten mehr Geld, andererseits wollen einige Nettozahler weniger einzahlen. Außerdem hat EU-Budgetkommissar Janusz Lewandowski anklingen lassen, dass es weniger Geld für den Agrarsektor geben soll. Das darf es nicht geben. Dagegen will ich mit dem gesamten österreichischen Agrarsektor massiv Widerstand leisten. Schlussendlich sind aber auch die Regierungschefs gefordert, das Maximale für unsere Bäuerinnen und Bauern herauszuholen", unterstrich Berlakovich.

GAP ist kein Sozial-, sondern ein Leistungs- und Ökoprogramm

"Es muss klar sein, dass es nicht immer mehr Leistungen für immer weniger Geld geben kann. Die GAP ist außerdem kein Sozial-, sondern ein Leistungs- und Ökoprogramm, von dem die gesamte europäische Gesellschaft und alle ländlichen Räume profitieren. Ohne eine ausreichend dotierte GAP gäbe es keine leistbaren und hochqualitativen Lebensmittel sowie keine so günstig gepflegten Kulturlandschaften mit sauberster Luft und Wasser. Wir müssten auf viele bäuerliche Leistungen verzichten, die viele als selbstverständlich erachten", so der Landwirtschaftsminister.

Berlakovich schmiedet Allianzen im Sinne des Zukunftssektors

"Heute sind wir Bioweltmeister, haben unvergleichlich viele junge BetriebsführerInnen, eine weibliche Landwirtschaft, denn 40% dieser Leiter sind Frauen, und einen ländlichen Raum, der - im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern - schneller wächst als der städtische. Damit das auch so bleibt, setze ich mich auf nationaler und europäischer Ebene ein und schmiede Allianzen, beispielsweise mit Deutschland und Frankreich sowie einigen osteuropäischen Staaten. Beispielsweise konnten unsere Positionen schon in den Schlussfolgerungen der ungarischen Ratspräsidentschaft zur GAP-Zukunft Einklang finden. Doch ich werde nicht locker lassen, um möglichst viele Gleichgesinnte in unser Boot zu holen", betont Berlakovich.

Bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft forciert Klimaschutz

"Eine bäuerlich-nachhaltige Land- und Forstwirtschaft kann außerdem wichtige erneuerbare Energieträger produzieren und ist auch sonst im Sinne des Klimaschutzes und somit ein Zukunftssektor. Diesen gilt es mit ausreichend Mitteln zu versorgen und dafür setze ich mich heute wie morgen ein", so Berlakovich.

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