- 23.05.2011, 12:17:21
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WKÖ-Gleitsmann: Zahlungsmoral der Betriebe ist hervorragend
Unternehmen zahlen jährlich 25,76 Mrd. Euro in die sozialen Töpfe - Einbringungsquote liegt bei 99,51%
Wien (OTS/PWK357) - "Die rot-weiß-rote Wirtschaft trägt mit
25,76 Milliarden Euro die Hauptlast im System der sozialen Töpfe.
Zusätzlich führt sie Beiträge von 14,5 Milliarden Euro für ihre
Dienstnehmer ab", relativiert Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung
für Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ), eine parlamentarische Beantwortung des Sozialministeriums zu
Krankenkassenbeiträge der Unternehmen: "Die Zahlungsmoral der
Betriebe ist hervorragend", so Gleitsmann, "Bei Vergleichen müssen
immer die Relationen bedacht werden: Der diesjährige
Abschreibungsbetrag von 160 Millionen Euro liegt deutlich unter einem
Prozentpunkt der jährlichen betrieblichen Beitragsleistungen. Genaue
Vergleichswerte liegen uns noch nicht vor. Fakt ist: In den
vergangenen zehn Jahren mussten die Krankenkassen nicht einmal 0,35
Prozent der Unternehmensbeiträge abschreiben. Seit 2000 leisteten die
Unternehmen geschätzte 400 Milliarden Euro Beiträge, davon waren
lediglich 1,4 Milliarden uneinbringbar. Denn leider gibt es auch bei
Unternehmen vereinzelt Fälle eines redlichen Scheiterns." Die
Nichteinbringungsquote liegt jedoch gerade einmal bei 0,49 Prozent,
diese umfasst im Wesentlichen Beiträge insolventer Unternehmen. In
vielen Fällen springt der Insolvenzentgeltfonds ein und leistet die
nicht abgeführten Dienstnehmerbeitragsanteile an die
Sozialversicherungen. Dieser Fonds wird wiederum ausschließlich von
Unternehmen finanziert.
"Unsere Betriebe sind die tragende Säule des österreichischen
Sozialsystems", betonte Gleitsmann und verweist auf die eindeutigen
Zahlen: "Die Unternehmen zahlen die Lohnnebenkosten, also Kranken-,
Pensions-, Unfall-, und Arbeitslosenversicherungsbeiträge zu fast 100
Prozent in die sozialen Töpfe ein. Bei 25,76 Milliarden Euro bedeutet
dies eine Einbringungsquote von 99,51 Prozent im Jahr 2009. Die Quote
ist seit Jahren konstant auf diesem extrem hohen Niveau. Die
Finanzierungslücke der Krankenversicherungen lässt sich somit nicht
auf vermeintlich nicht geleistete Zahlungen der Unternehmen
zurückführen", stellte der WKÖ-Experte klar.
"Wer so viel für die soziale Versorgung der Bevölkerung leistet
wie die heimischen Betriebe, darf auch einen effizienten Einsatz der
Mittel fordern. Nicht die mangelnden Einnahmen sind das Problem der
Krankversicherungen. Vielmehr sollte man sich Gedanken über
Einsparungspotentiale des Gesundheitssystems machen", unterstrich
Gleitsmann und betonte darüber hinaus: "Dies soll nicht zu Lasten der
Patienten gehen. Im Gegenteil: Durch einen effizienteren
Mitteleinsatz steigt auch die Behandlungsqualität." (AC)
Rückfragehinweis:
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Mag. Ruth Taudes
Telefon: +43 (0)5 90 900 4213
E-Mail: [email protected]
Intranet: http://intra.oe.wknet/sp
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