Brennpunkt Wiener Pflichtschulen - ÖVP Wien beantragt Kontrollamtsprüfung zum Wiener Schulsanierungspaket
Wien (OTS) - "40 Jahre Containerklassen sind ein unrühmliches
Jubiläum", so die Klubobfrau der ÖVP Wien, LAbg. Christine Marek zu
dem Umstand, dass dank der Mobilklasse in der Volksschule
Prückelmayrgasse (23. Bezirk), die 1971 aufgestellt wurde, Wien 2011
das "40 Jahre Containerklassen Jubiläum" feiern kann. "Die
bestehenden Mängel beim Platz- und Personalangebot in Wien müssen
endlich beseitigt werden. Wien braucht ein leistungsfähiges Schul-
und Bildungssystem", betont Marek in einer heutigen Pressekonferenz.
Die VP-Klubobfrau fordert eine ordentliche Ausstattung der
Klassenzimmer in Wien und sichere Schulgebäude für alle Wiener
Kinder. Der schlechte Zustand der Schulen wurde vom Kontrollamt
bereits 2010 kritisiert: Trotz des 2007 beschlossenen
Schulsanierungspakets für die Wiener Pflichtschulen in der Höhe von
570 Mio. Euro sind Wiens Schulgebäude immer noch nicht sicher. "Wir
lassen daher das Schulsanierungspaket für Wiener Pflichtschulen vom
Wiener Kontrollamt auf Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit prüfen.
Es kann nicht sein, dass die Wiener Kinder für Misswirtschaft der
Stadtregierung büßen müssen", kritisiert ÖVP Wien Bildungssprecher
LAbg. Wolfgang Aigner den Zustand der Wiener Schulen.
ÖVP Wien fordert umfassendes Bildungs- und Schulkonzept
Wiens Bildungssystem hat dringenden Aufholbedarf: Die ÖVP Wien
fordert daher - neben einer ordentlichen Ausstattung der Wiener
Schulen - ein Bildungskonzept, das von Beginn der Bildungskarrieren
an dem notwendigen Qualitätsanspruch gerecht wird. Statt eine
Bildungsoffensive in Wien zu starten, tritt die Stadtregierung voll
auf die Bremse: Mitten im laufenden Schuljahr 2010/2011 werden 160
Lehrerdienstposten im Wiener Pflichtschulbereich in Wien aufgrund von
Managementfehlern der Stadtregierung gestrichen. Obwohl das Land Wien
über 2,5 Millionen Euro an Rücklagen für Bildungsmaßnahmen verfügt,
weigert sich der verantwortliche Bürgermeister Häupl, dieses Geld in
die dringend benötigten Lehrerposten zu investieren. Die Folge: Die
Verantwortlichen der SPÖ lassen mitten im laufenden Schuljahr einfach
Lehrerposten streichen. Um Kosten zu sparen, werden unverbindliche
Übungen und Stundensupplierungen gestrichen und Lerngruppen
zusammengelegt.
"Wir haben eine Unterschriftenaktion gegen die Streichung der
Lehrerdienstposten gestartet und werden die gesammelten
Unterschriften an Bürgermeister Häupl übergeben. Im nächsten
Schuljahr sollen laut Plänen der Stadtregierung trotz teils
dramatischer Zustände wieder 140 Lehrerposten eingespart werden. Die
Stadtregierung legt auf die qualitätsvolle Bildung aller Kinder in
Wien offensichtlich keinen Wert."
Die ÖVP Wien wird nun auch parlamentarisch aktiv und wird mittels
einer Dringlichen Anfrage an die Verantwortlichen die Vorgänge im
Wiener Pflichtschulbereich thematisieren. "Containerklassen,
Lehrermangel und Bildungsverlierer dürfen nicht länger zum fixen
Bestandteil des Wiener Schulsystems gehören", so Marek abschließend.
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