Kräuter zu BUWOG-Skandal: "Grasser und FPÖ-Mann Plech haben BUWOG-Deal eingefädelt"
Manipulation dürfte nach "profil"-Enthüllungen erwiesen sein
Wien (OTS/SK) - Für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter
dürften durch die Enthüllungen in der am Montag erscheinenden,
neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" die Manipulation um
die Verschleuderung der BUWOG hieb- und stichfest nachgewiesen sein.
"Es gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung, aber wenn ein
Vermittler bereits bezahlt wird, bevor es überhaupt zu einer
öffentlichen Ausschreibung kommt, sind Tatbestände der Untreue, des
Amtsmissbrauchs und des Betrugs zu vermuten. Der Kreis um den
damaligen Finanzminister Grasser, FPÖ-Mann Plech, Grasserfreund Muhr
bis hin zu Meischberger und Hochegger dürfte somit geschlossen sein",
sagte Kräuter am Samstag im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. ****
Die SPÖ hatte bereits im Jahr 2003 in einem Minderheitsbericht des
Rechnungshofausschusses - damals von schwarz-blau abgeschmettert -
die Hintergründe des BUWOG-Deals richtig eingeschätzt. Kräuter: "Wir
haben herausgearbeitet, dass Ernst Karl Plech, Chef der
Vergabekommission, damals Vorstandskollege von FPÖ-Strache in der
FPÖ-Wien, Karl-Heinz Muhr im Finanzministerium kennengelernt hat.
Schon damals habe ich wörtlich die intransparente und dubiose
Auftragsvergabe angeprangert." Nun sei bekannt geworden, dass Muhr
bereits vor der Ausschreibung sein Honorar kassiert hat, womit der
parlamentarische Bericht des Jahres 2003 zum frühen Dokument des
schwarz-blauen Sittenverfalls geworden sei, so Kräuter abschließend.
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