- 20.05.2011, 11:11:50
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AK fordert bessere Vereinbarkeit von Studium und Beruf
Tumpel: Bundesweiter Ausbau des berufsbegleitenden Studienangebots und Reform des Beihilfenwesens dringend erforderlich
Wien (OTS) - "Fast zwei Drittel der Studierenden sind während des
Semesters berufstätig, aber nach wie vor wird ihnen das Leben schwer
gemacht", kritisiert AK Präsident Herbert Tumpel. Die AK fordert
deshalb Maßnahmen, damit Studium und Beruf besser vereinbar werden.
"Ein Universitätsstudium muss für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen,
die sich höher qualifizieren wollen, ohne organisatorische Hürden
möglich sein", so Tumpel. Berufsbegleitende Angebote, wie es sie an
den Fachhochschulen gibt, fördern auch die bessere soziale
Durchmischung. Außerdem darf es nicht sein, dass Studierende dazu
gezwungen sind, arbeiten zu gehen, um sich ein Studium überhaupt
leisten zu können. "Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass Kinder
aus sozial schwächeren Haushalten hier keine Nachteile haben." Daher
fordert die AK auch eine Reform des Beihilfenwesens. Angesichts der
bevorstehenden ÖH-Wahlen appelliert der AK Präsident an die
Studierenden, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Der letzte Bericht zur sozialen Lage der Studierenden zeigt: 60
Prozent der Studierenden sind während des Semesters berufstätig. Fast
die Hälfte aller Erwerbstätigen sieht Probleme, das Studium mit dem
Beruf zu vereinbaren. Deshalb fordert die AK
+ einen gesamtösterreichischen Hochschulplan mit ausreichender
Finanzierung, ein Eckpfeiler muss der bundesweite Ausbau des
berufsbegleitenden Studienangebots sein;
+ ein Maßnahmenbündel zur Verbesserung der Vereinbarkeit von
Studium und Beruf an den Unis: Abend- und Block-Lehrveranstaltungen,
bedarfsgerechte Öffnungszeiten von Instituten und Bibliotheken, mehr
E-Learning-Angebote sowie den weiteren Ausbau des
Kinderbetreuungsangebotes an den Hochschulen;
+ den Ausbau des Fachhochschul-Sektors;
+ die Reform des Stipendienwesens: Die Beihilfen müssen regelmäßig
valorisiert und die Altersgrenzen angehoben werden.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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