Wirtschaftsmotor Wiener Stadtwerke läuft optimal
Investitionen geben wichtige Impulse für die Wiener Wirtschaft
Wien (OTS) -
- 4,1 Milliarden Euro Investitionspaket bis 2015 gesichert
- Bilanz 2010: solides Ergebnis und stabile Kennzahlen
- Gute Entwicklung in allen Konzernbereichen
- Erstmals Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht integriert publiziert
Ambitioniertes Investitionsprogramm bis 2015
Die Zielsetzungen des Wiener Stadtwerke-Konzerns bleiben auch für
die kommenden Jahre ambitioniert. Generaldirektorin Gabriele Payr
sieht das Investitionsprogramm auf Schiene: "Für die Jahre 2011 bis
2015 wird ein mehr als vier Milliarden Euro schweres
Investitionsprogramm umgesetzt." Auch im Geschäftsjahr 2010 konnten
die Wiener Stadtwerke kräftig in Wiens Infrastruktur investieren. Mit
einem Volumen von rund 724 Millionen Euro für Sachanlagen lag das
Investitionsprogramm 2010 um knapp acht Prozent über dem
Vorjahresniveau. Auf den Konzernbereich Verkehr entfiel mit etwa 413
Millionen Euro der größte Anteil, wobei die Verlängerung der U2 und
die laufende Erneuerung des Fuhrparks die Schwerpunkte bildeten. Im
Energiebereich wurden die Investitionen in den Ausbau der
Netzkapazitäten plangemäß fortgesetzt, mehrere Umspannwerke
modernisiert bzw. neu errichtet und in den weiteren Ausbau der
Erzeugungskapazitäten investiert. Die Vorarbeiten zur Errichtung
eines neuen Unternehmensstandorts bildeten im Konzernbereich
Bestattung und Friedhöfe Wien den Schwerpunkt. "Die Wiener Stadtwerke
sichern durch dieses ambitionierte Investitionsprogramm, laufende
Effizienzsteigerungen und durch die Orientierung an den Bedürfnissen
ihrer KundInnen den zukünftigen Unternehmenserfolg ab und liefern so
wichtige Impulse für die heimische Wirtschaft", betonte
Generaldirektorin Gabriele Payr.
Umsatzzuwachs für Wiener Stadtwerke
"Die Basis für das konstante Investitionsprogramm bildet die
nachhaltige Umsatzentwicklung und die mit der Stadt Wien gegebene,
stabile Eigentümerstruktur der Wiener Stadtwerke", erklärt
Finanzvorstand Martin Krajcsir. Mit den operativen Geschäftsfeldern
Energie, Verkehr, Bestattung und Friedhöfe Wien sowie der BMG-Gruppe
hat der Konzern die Herausforderungen des Jahres 2010 erfolgreich
bewältigt. "Die Wiener Stadtwerke erzielten 2010 einen Konzernumsatz
von 3,06 Milliarden Euro. Damit wurde der Vergleichswert des
Vorjahres um zwei Prozent übertroffen und ein historischer
Höchststand in der Geschichte des Konzerns erzielt", so
Finanzvorstand Martin Krajcsir. Die konstanten Umsatzzuwächse in den
vergangenen fünf Jahren sind Ausdruck der stetigen
Leistungserweiterung der Wiener Stadtwerke. Dazu zählen insbesondere
der Ausbau des U-Bahn-Netzes, des Kraftwerkparks und der
Fernwärmeversorgung, aber auch neue Beratungs- und Dienstleistungen
im Energiebereich.
Solide Ergebnisentwicklung und stabile Kennzahlen
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen erzielt der Wiener
Stadtwerke-Konzern 2010 ein Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (EGT) in Höhe von 21,2 Millionen Euro. Das EGT hat
sich, nach dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2008, auch im Jahr
2010 weiterhin auf ein gutes Niveau entwickelt. Die Rentabilität
konnte gemessen am Return on Capital Employed (ROCE) - der zentralen
Steuerungskennzahl des Konzerns - mit 6,4 Prozent nahezu das
Vorjahresniveau in Höhe von 6,7 Prozent erreichen. Dank der stabilen
Entwicklung in den anderen Geschäftsfeldern, eines höheren
Beteiligungsergebnisses und positiver Einmaleffekte konnten die
Wiener Stadtwerke dennoch einen respektablen Konzern-Bilanzgewinn in
der Höhe von 52 Millionen Euro erzielen.
"Bei allen wichtigen Kennzahlen ist eine solide Entwicklung zu
verzeichnen. Die Eigenkapitalquote konnte im Geschäftsjahr 2010 sogar
um 1,4 Prozent weiter ausgebaut werden. Der Wiener Stadtwerke-Konzern
weist damit eine hervorragende Eigenkapitalquote von 41,4 Prozent
aus. Das belegt eindrucksvoll, dass die Wiener Stadtwerke dank der
stabilen Einnahmensituation und Investitionszuschüssen im
Verkehrsbereich von einer gesunden Finanzbasis aus agieren. Das gibt
nachhaltige Sicherheit für den Wirtschaftsstandort Wien", so der
Finanzvorstand.
Auch die Zahl der MitarbeiterInnen wurde weiter erhöht. In Summe
verzeichnete der Personalstand 2010 einen Anstieg um 1,6 Prozent bzw.
246 MitarbeiterInnen, womit der Wiener Stadtwerke-Konzern auch in
einem gesamtwirtschaftlich herausfordernden Umfeld zusätzliche
Arbeitsplätze schaffen konnte. Auch das Thema Aus- und Weiterbildung
wird bei Österreichs bedeutendstem kommunalen Infrastrukturkonzern
großgeschrieben. Als einer der größten Ausbildungsbetriebe in
Österreich wurden 2010 in den unterschiedlichen Konzernbereichen in
Summe knapp 400 Lehrlinge in 15 verschiedenen Lehrberufen
ausgebildet. Somit arbeiteten 2010 16.013 Menschen für den Wiener
Stadtwerke-Konzern.
Gute Entwicklung in allen Konzernbereichen
Die Erfolge der Wiener Stadtwerke im Berichtsjahr spiegeln sich in
jedem einzelnen der vier Konzernbereichen Energie, Verkehr,
Bestattung und Friedhöfe sowie der BMG-Gruppe wider. Im Bereich
Energie wurde ein Umsatz von 2,5 Milliarden Euro erzielt. Der
Konzernbereich Verkehr, bestehend aus Wiener Linien und der Wiener
Lokalbahnen-Gruppe, verzeichnete stabile Umsatzerlöse in der Höhe von
rund 529 Millionen Euro. Der Umsatz bei Bestattung und Friedhöfe Wien
konnte 2010 um 4,4 Prozent auf knapp 68,8 Millionen Euro erhöht
werden.
Konzernbereich Energie
Die im Konzernbereich Energie erfassten Tochtergesellschaften des
Wiener Stadtwerke-Konzerns sind für die zuverlässige Versorgung mit
Strom, Erdgas und Wärme von rund zwei Millionen Menschen, 230.000
Gewerbe- und Industrieanlagen sowie 4.500 landwirtschaftlichen
Betrieben im Großraum Wien verantwortlich. Zu ihren Aufgaben zählen
auch Müllverbrennung, Energieberatung und Energiedienstleistungen,
Gebäudewartung (Facility Management) und Telekommunikation. Über
mehrere Projektbeteiligungen ist der Konzernbereich Energie seit
mehreren Jahren auch im europäischen Ausland erfolgreich tätig.
Im Geschäftsjahr 2010 hat der Wiener Stadtwerke- Konzern eine
grundlegende Neuausrichtung seines Konzernbereichs Energie
vorbereitet. Die Wien Energie Wienstrom GmbH wurde mit der Wien
Energie GmbH verschmolzen, die nunmehr alle liberalisierten
Energiegeschäftsfelder abbildet. Die Netzgesellschaften Wien Energie
Gasnetz GmbH und Wien Energie Stromnetz GmbH sind nun direkt der
Wiener Stadtwerke Holding AG unterstellt. Mit diesen strukturellen
Maßnahmen werden jene Unternehmenseinheiten gestärkt, die im
Wettbewerb stehen. Im regulierten Bereich sind die zwei
Netzgesellschaften unverändert für die Gewährleistung eines
diskriminierungsfreien Netzzugangs verantwortlich. Die neue
Organisationsstruktur wurde mit der Eintragung ins Firmenbuch im 1.
Quartal 2011 rechtswirksam.
Konzernbereich Verkehr
Die Wiener Linien sind der führende Mobilitätsanbieter im
Öffentlichen Personennahverkehr in Wien. Die Wiener Linien konnten
2010 die Zahl der Fahrgäste auf einen neuen Rekord von 839 Millionen
steigern. Kein anderer europäischer Verkehrsbetrieb konnte so viele
neue Fahrgäste gewinnen wie die Wiener Linien. Gemeinsam mit den
Wiener Lokalbahnen verzeichnete der Konzern die Rekordzahl von 851
Millionen Fahrgästen. Mit diesem dichten und eng vertakteten
Mobilitätsangebot zu preiswerten Konditionen wird der Umstieg vom
motorisierten Individualverkehr auf den umweltschonenden öffentlichen
Verkehr unterstützt. Der Anteil des öffentlichen Verkehrs am
Gesamtverkehrsaufkommen in Wien konnte durch den konsequenten Ausbau
des Angebots während der letzten Jahre laufend gesteigert werden und
ist mit 36 Prozent - mehr als ein Drittel der Wege werden mit
Öffentlichen Verkehrsmitteln zurück gelegt - größer als der des
Autoverkehrs.
Konzernbereich Bestattung und Friedhöfe Wien
Nach der per 1. Jänner 2008 erfolgten Eingliederung der Friedhöfe
Wien GmbH in den Wiener Stadtwerke - Konzern wurde im Geschäftsjahr
2010 eine grundlegende Neustrukturierung des Konzernbereichs
Bestattung und Friedhöfe Wien durchgeführt. Als Zwischenholding
agiert die mit 1. Juli 2010 neu gegründete B&F Wien - Bestattung und
Friedhöfe GmbH. Sie hält alle Anteile an den Tochtergesellschaften
des Konzernbereichs und verantwortet deren strategische und
administrative Führung. Bisher getrennt geführte Verwaltungsaufgaben
konnten damit im Sinne einer Effizienzsteigerung in dieser
Gesellschaft zusammengeführt werden. Ende August 2010 erfolgte der
Spatenstich für die Errichtung einer gemeinsamen Unternehmenszentrale
von Bestattung und Friedhöfe Wien in Wien-Simmering beim Wiener
Zentralfriedhof. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt über 18.000
Bestattungsleistungen erbracht, der stabile Marktanteil von mehr als
90 Prozent konnte somit erfolgreich beibehalten werden.
Konzernbereich BMG-Gruppe
Die Beteiligungsmanagementgesellschaft (BMG) verwaltet
Beteiligungen an Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit nicht zu den
Kerngeschäftsfeldern der Wiener Stadtwerke gehören, wie insbesondere
die Garagierungsunternehmen oder Immobilienprojekte. Eine besondere
Aufgabe der BMG ist das Nachhaltigkeitsmanagement im Wiener
Stadtwerke-Konzern weiter aufzubauen und zu betreuen. In Zukunft wird
sich das Unternehmen auch verstärkt mit der Initiierung und dem
Aufbau neuer Geschäftsfelder befassen. So wurde etwa Anfang 2011 die
Betreibergesellschaft für die Modellregion e-mobility on demand
bei der BMG angesiedelt. Dabei widmen sich die Wiener Stadtwerke
innovativen Ansätzen, der Entwicklung eines gesamtheitlichen
Mobilitätskonzepts für den Großraum Wien. "Im Rahmen des vom Klima-
und Energiefonds geförderten Forschungsprojektes "e-mobility on
demand - Modellregion Wien" werden sogenannte Hotspots an wichtigen
Verkehrsdrehscheiben der Stadt errichtet. Mit einem
lösungsorientierten Zusammenspiel der Konzernbereiche Verkehr,
Energie und Garagierung werden über die nächsten Jahre
Voraussetzungen für eine grundlegende Änderung im Mobilitätsverhalten
in Richtung Öffentlicher Verkehr angestrebt. Ein in jeder Hinsicht
spannendes und zukunftsweisendes Projekt", so Generaldirektorin
Gabriele Payr.
Gebündelte Kraft in TownTown
Ein weit sichtbares Zeichen der Integration und effizienten
Zusammenführung unterschiedlicher Unternehmenseinheiten ist die neue
Wiener Stadtwerke-Konzernzentrale in TownTown, die im Oktober 2010
eröffnet wurde. In Rekordzeit wurde, in verkehrsgünstiger Lage im
dritten Wiener Gemeindebezirk, das 22 Stockwerke hohe Gebäude
errichtet. In der neuen Konzernzentrale arbeiten nun MitarbeiterInnen
unterschiedlicher Konzernbereiche, die bislang auf mehrere Standorte
verteilt waren, enger und effizienter zusammen. Die
bereichsübergreifende Kommunikation wird dadurch deutlich vereinfacht
und die Effizienz durch die gemeinsame Nutzung zentraler
Einrichtungen gesteigert. Dank der strikten Beachtung ökologischer
Baukriterien und der Nutzung von Fernwärme und Fernkälte zeichnet
sich das Gebäude durch eine hohe Energieeffizienz aus. Die
Überprüfung der daraus resultierenden Einspareffekte ist im Rahmen
des Nachhaltigkeitsprogramms für 2011 geplant.
Integrierter Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht
Mit der Zusammenführung entsprechen die Wiener Stadtwerke der
gelebten Unternehmensrealität als kommunaler Nachhaltigkeitskonzern
Nummer 1. "Wirtschaftlicher Erfolg ist in unseren
Kerngeschäftsfeldern stark mit Nachhaltigkeitsaspekten verwoben -
nachhaltiges Agieren ist die Basis unseres Unternehmenserfolgs, die
Voraussetzung für eine gesunde Unternehmensentwicklung. Das gilt für
den Energiebereich ebenso wie für die Konzernbereiche Verkehr oder
Bestattung und Friedhöfe Wien", betont Gabriele Payr.
Finanzvorstand Martin Krajcsir sieht die Veröffentlichung eines
gemeinsamen Berichts als die letztlich logische Konsequenz der
Integration der Nachhaltigkeit in die Konzernsteuerung. "In der
ungefähr fünfjährigen Phase des Aufbaus unseres
Nachhaltigkeitsmanagements war es wichtig, einen eigenständigen
Nachhaltigkeitsbericht zu publizieren, weil viele neue Prozesse und
Zielsetzungen explizit vorgestellt werden mussten", Martin Krajcsir.
Über die Wiener Stadtwerke
Die Wiener Stadtwerke sind der bedeutendste
Infrastrukturdienstleister für den Großraum Wien. Als
Wirtschaftsmotor ist Österreichs größter kommunaler
Infrastrukturdienstleister mit mehr als drei Milliarden Euro
Jahresumsatz eine treibende Kraft für den Wirtschaftsstandort Wien.
Rund 92 Prozent seiner Zulieferbetriebe kommen aus dem Großraum Wien.
Jeder investierte Euro bringt 1,2 Euro Wertschöpfung in ganz
Österreich. Die Wiener Stadtwerke schaffen insgesamt Auslastung für
rund 62.000 Arbeitsplätze. Damit stehen hinter jedem der rund 16.000
MitarbeiterInnen drei zusätzliche Arbeitsplätze bei Zulieferbetrieben
und anderen Unternehmen. Rund 4,1 Milliarden Euro investieren die
Wiener Stadtwerke in den kommenden fünf Jahren in Wiens
Infrastruktur. Damit setzen die Wiener Stadtwerke wichtige Impulse
für die Wiener Wirtschaft und schaffen zehntausende Arbeitsplätze in
der gesamten Region. Zum Konzern gehören Wien Energie, Wiener Linien,
Wiener Lokalbahnen, BMG Beteiligungsmanagement sowie Bestattung und
Friedhöfe Wien.
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