- 18.05.2011, 12:32:16
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AKNÖ: Klares Bekenntnis zu Ökostrom!
Ja zu Förderung - aber Beibehaltung der Deckelung ist notwendig
Wien (OTS/AKNÖ) - Auf völliges Unverständnis stoßen bei der
Niederösterreichischen Arbeiterkammer Aussagen von Landesrat Stephan
Pernkopf, der die AK als "Bremser" beim neuen Ökostromgesetz
bezeichnet. "Wir sind immer schon für die Förderung von Ökostrom.
Doch die vom Wirtschaftsministerium angestrebte Novelle belastet die
Konsumenten doppelt und unterstützt zudem nicht effiziente
Projekte", weist AKNÖ-Präsident Hermann Haneder die Angriffe scharf
zurück.
Für die Arbeiterkammer beinhaltet die vorgesehene Novellierung des
Ökostromgesetzes noch eine Reihe an Ungerechtigkeiten, die es
auszumerzen gilt. Zum einen ist da die immense finanzielle Belastung
der Haushalte: "Diese werden zweimal zur Kassa gebeten. Einerseits
über die Investitionsförderungen, bei denen es sich um Steuergelder
handelt, anderseits über die erhöhten Zuschläge bei der
Stromrechnung. Setzen sich die Pläne des Wirtschaftsministeriums
durch, kostet die Ökostromförderung am Ende den Konsumenten doppelt
so viel als bisher", gibt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder zu bedenken
und fordert energisch eine Beibehaltung der Deckelung. Denn es könne
nicht sein, dass die Haushalte bereits jetzt 50 Prozent der
Gesamtkosten tragen aber nur 25 Prozent an Energie verbrauchen,
während die Industrie 20 Prozent der Energie verbraucht, aber nur
sechs Prozent der Kosten trägt.
Ztl.: Ausbau von Wind und Wasser
AKNÖ-Energieexperte Robert Staudinger untermauert den Ruf nach
Beibehaltung der Deckelung noch in anderer Hinsicht: " Sie ist
notwendig, um den richtigen Mix aus erneuerbaren Energieträgern zu
erzielen." Besonders sauer stößt der Arbeiterkammer die doppelte
Förderung der Biogasanlagen sowohl aus dem Agrarbudget als auch aus
der Ökostromförderung auf. Wenn diese Schiene schon gefördert wird,
dann solle dies ausschließlich aus dem Agrarbudget geschehen. "
Biogasanlagen sind aber ohnehin ein Fass ohne Boden. Sie sind
schlicht ineffizient und bergen die Gefahr, zum bloßen
Spekulationsgeschäft zu werden". Die AK fordert daher die Schließung
unrentabler Biogasanlagen mit einer Stilllegungsprämie als
Begleitmaßnahme. Frei nach dem Motto "Essen gehört auf den Teller und
nicht in den Strom" favorisiert die Arbeiterkammer die Förderung von
Wind- und Wasserkraft sowie die Förderung der Photovoltaik-Anlagen
mit Investitionszuschüssen statt mit Ökostromzuschlägen.
Rückfragehinweis:
AKNÖ-Wirtschaftspolitik
Robert Staudinger
01-58883-1572
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