Arbeitsunfallstatistik 2010: weiterhin rückläufige Tendenz - Maurer meistgefährdete Berufsgruppe
Wien (OTS) - Die Auswertung der Unfallstatistik der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt (AUVA) für das Jahr 2010 zeigt einen
Rückgang von 5,6 % bei den Arbeitsunfällen der Erwerbstätigen.
Im vergangenen Jahr kam es zu insgesamt 168.591 Schadensfällen.
Von allen anerkannten Arbeitsunfällen entfielen dabei 110.944 Unfälle
auf Arbeitsunfälle von Erwerbstätigen (davon 98.995 Arbeitsunfälle im
engeren Sinn und 11.949 Wegunfälle). Im Vergleich zum Vorjahr waren
dies um 5.949 oder 5,6 % weniger Unfälle als 2009. Die Anzahl der
Beschäftigten ist dabei sogar leicht gestiegen.
Die Anzahl der Schüler- und Studentenunfälle blieb mit 56.068
nahezu unverändert (2009: 56.498). Die Anzahl der Berufskrankheiten
war hingegen leicht rückläufig (2010:1.579; 2009:1.592).
"Unsere zahlreichen Maßnahmen sowie die Schwerpunkaktionen im
Bereich der Unfallprävention und der Berufskrankheitenbekämpfung
greifen. Wir konnten erfreulicherweise in den letzten Jahren einen
rückläufigen Trend bei den Arbeitsunfällen beobachten. Mit der
umfassenden Betreuung von AUVAsicher erreichen wir 2/3 aller
betreubaren Arbeitnehmer und besuchen ca. 100.000 KMU pro Jahr", so
AUVA-Obfrau KommR Renate Römer zur Statistik 2010.
Die Arbeitsunfälle in den Bundesländern
Auch die Bundesländer zeigen eine erfreuliche Entwicklung bei den
Arbeitsunfällen nach Unfallort (Arbeitsunfälle im engeren Sinn und
Wegunfälle): In Wien kam es zu einem Rückgang auf 21.557 (-2,2 %).
Auch Niederösterreich verzeichnet mit 15.682 um 3,7 % weniger
Unfälle. Im Burgenland reduzierten sich die Arbeitsunfälle auf 1.978
(-14,5 %). In der Steiermark gibt es mit 18.138 Arbeitsunfällen (-1,3
%) ein leichtes Minus. Die Zahl der Arbeitsunfälle in Kärnten
reduzierte sich auf 10.129 (-2,1 %). Oberösterreich verzeichnete
einen Rückgang von -12,4 % auf 20.756 Arbeitsunfälle. In Salzburg
sank die Anzahl von 11.229 2009 auf 10.879 2010 (-3,1 %). In Tirol
gab es einen Rückgang auf 6.148 Fälle (-9,7 %), ebenso wie in
Vorarlberg: 4.060 Unfälle (-8,3 %).
Bei den meldepflichtigen Arbeitsunfällen, das sind jene, die zu
einem Krankenstand von mindestens drei Tagen oder zum Tod führen, ist
dagegen ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Im Unterschied zu 2009
kam es hier inkl. Wegunfällen zu einem leichten Anstieg von 2.229
Unfällen auf 65.313, maßgeblich durch die Ausdehnung des
Erfassungszeitraumes bedingt.
Die meistgefährdete Berufsgruppe sind dabei die Bauarbeiter mit
rund 3.700 Unfällen 2010, gefolgt von Kraftfahrzeugmechanikern und
-schlossern mit rund 3.350. Aber auch Verkäuferinnen und Verkäufer
mit rund 2.500 meldepflichtigen Arbeitsunfällen nehmen einen
Spitzenplatz ein.
2009 2010 Arbeitsunfälle Erwerbstätiger 117.538 110.944 Schüler-/Studentenunfälle 56.498 56.068 Berufskrankheiten 1.592 1.579
Über die AUVA:
Bei der AUVA sind rund 4,6 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 440.000 Selbständige
sowie 1,4 Millionen Schüler und Studenten. Die AUVA finanziert ihre
Aufgaben als soziale Unfallversicherung aus Pflichtbeiträgen der
Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA
- die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten
senkt die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche
Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von
Unfallopfern am wirksamsten.
AUVA-Pressesprecherin
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