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NÖ Bauernbund weist SPÖ-Polemik zum Thema Tierschutz zurück

Tanner: Aktion "Das beste Schnitzel kommt aus Österreich" gestartet

St. Pölten (OTS) - "Das beste Schnitzel kommt aus Österreich - das wollen wir am kommenden Wochenende mit einem Aktionstag verdeutlichen", kündigt NÖ Bauernbund-Direktorin Klaudia Tanner an. Bäuerinnen aus Niederösterreich werden an Konsumenten Kostproben von Schnitzeln aus heimischer Produktion verteilen. Sie wollen damit die Qualitätsbemühungen und auch die Tierschutzanstrengungen der heimischen Landwirte bei der Schweinehaltung darstellen. Träger der Aktion sind der NÖ Bauernbund, die Landwirtschaftskammer NÖ, die Bäuerinnen und der Verband Österreichischer Schweineproduzenten (VÖS).

Hintergrund der Aktion ist das von Gesundheitsminister Alois
Stöger (SPÖ) geplante Verbot der Ferkelschutzkörbe in der Muttersauenhaltung. Dieses Verbot würde die heimischen Bauern gegenüber anderen EU-Schweinehaltern so stark benachteiligen, dass die heimische Produktion gefährdet wäre. Tanner dazu: "Die Märkte in der EU sind offen. Würde der Stöger-Vorschlag umgesetzt, dann ist Österreich bei Schweinefleisch vermehrt vom Ausland abhängig. Das bedeutet mehr Straßentransporte und überhaupt keinen Einfluss mehr auf den Tierschutz." Verstärkte Lebensmittelimporte würden auch ein höheres Lebensmittelrisiko bedeuten. Das könne auch der Gesundheitsminister nicht wirklich wollen, so Tanner. Sie fordert eine sachliche Debatte, die Bauernseite sei bereit für konstruktive Gespräche.

Bauern sind die wahren Tierschützer

Josef Hieger weist als Vertreter der heimischen Schweinehalter die gestern via SPÖ-Parteipressedienst lancierte Meldung strikt zurück, wonach Österreichs Bauern "bei der Kastenhaltung Sauen bis zu 365 Tage im Jahr auf engstem Raum einpferchen" würden. "Was SPÖ-Justizsprecher Jarolim und Tierschutzsprecher Keck hier verbreiten, entbehrt jeglicher Grundlage", kritisiert er. "Gerade derzeit stellen die heimischen Bauern entsprechend dem Bundestierschutzgesetz und im Einklang mit den EU-Haltungsnormen auf Gruppenhaltung um", gibt Hieger zu bedenken.

Kastenstände kommen wesentlich nur noch bei den Muttersauen zum Einsatz und dienen für die Zeit des Säugens dem Schutz der Ferkel. Das sind vier bis fünf Wochen, in denen der Schutz der Babyferkel im Vordergrund steht. "Tierschutz muss auch Ferkelschutz bedeuten", so der praktische Landwirt Hieger. Würde man, wie vom Gesundheitsminister gefordert, auf die Ferkelschutzkörbe verzichten, dann würden jährlich hunderttausende Ferkel von den Muttersauen erdrückt. "Es ist klar, dass die Ferkel schon zu den Zitzen stürmen, während sich die Sau hinlegt. Die deshalb erforderlichen Schutzvorrichtungen abzuschaffen, kann nicht im Sinn des Tierschutzes sein", so Hieger.
(Schluss)

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