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OTS0092   18. Mai 2011, 10:37

NÖ Bauernbund weist SPÖ-Polemik zum Thema Tierschutz zurück

Tanner: Aktion "Das beste Schnitzel kommt aus Österreich" gestartet


"Das beste Schnitzel kommt aus Österreich - das
wollen wir am kommenden Wochenende mit einem Aktionstag
verdeutlichen", kündigt NÖ Bauernbund-Direktorin Klaudia Tanner an.
Bäuerinnen aus Niederösterreich werden an Konsumenten Kostproben von
Schnitzeln aus heimischer Produktion verteilen. Sie wollen damit die
Qualitätsbemühungen und auch die Tierschutzanstrengungen der
heimischen Landwirte bei der Schweinehaltung darstellen. Träger der
Aktion sind der NÖ Bauernbund, die Landwirtschaftskammer NÖ, die
Bäuerinnen und der Verband Österreichischer Schweineproduzenten
(VÖS).

Hintergrund der Aktion ist das von Gesundheitsminister Alois
Stöger (SPÖ) geplante Verbot der Ferkelschutzkörbe in der
Muttersauenhaltung. Dieses Verbot würde die heimischen Bauern
gegenüber anderen EU-Schweinehaltern so stark benachteiligen, dass
die heimische Produktion gefährdet wäre. Tanner dazu: "Die Märkte in
der EU sind offen. Würde der Stöger-Vorschlag umgesetzt, dann ist
Österreich bei Schweinefleisch vermehrt vom Ausland abhängig. Das
bedeutet mehr Straßentransporte und überhaupt keinen Einfluss mehr
auf den Tierschutz." Verstärkte Lebensmittelimporte würden auch ein
höheres Lebensmittelrisiko bedeuten. Das könne auch der
Gesundheitsminister nicht wirklich wollen, so Tanner. Sie fordert
eine sachliche Debatte, die Bauernseite sei bereit für konstruktive
Gespräche.

Bauern sind die wahren Tierschützer

Josef Hieger weist als Vertreter der heimischen Schweinehalter die
gestern via SPÖ-Parteipressedienst lancierte Meldung strikt zurück,
wonach Österreichs Bauern "bei der Kastenhaltung Sauen bis zu 365
Tage im Jahr auf engstem Raum einpferchen" würden. "Was
SPÖ-Justizsprecher Jarolim und Tierschutzsprecher Keck hier
verbreiten, entbehrt jeglicher Grundlage", kritisiert er. "Gerade
derzeit stellen die heimischen Bauern entsprechend dem
Bundestierschutzgesetz und im Einklang mit den EU-Haltungsnormen auf
Gruppenhaltung um", gibt Hieger zu bedenken.

Kastenstände kommen wesentlich nur noch bei den Muttersauen zum
Einsatz und dienen für die Zeit des Säugens dem Schutz der Ferkel.
Das sind vier bis fünf Wochen, in denen der Schutz der Babyferkel im
Vordergrund steht. "Tierschutz muss auch Ferkelschutz bedeuten", so
der praktische Landwirt Hieger. Würde man, wie vom
Gesundheitsminister gefordert, auf die Ferkelschutzkörbe verzichten,
dann würden jährlich hunderttausende Ferkel von den Muttersauen
erdrückt. "Es ist klar, dass die Ferkel schon zu den Zitzen stürmen,
während sich die Sau hinlegt. Die deshalb erforderlichen
Schutzvorrichtungen abzuschaffen, kann nicht im Sinn des Tierschutzes
sein", so Hieger.
(Schluss)

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OTS0092 2011-05-18 10:37 181037 Mai 11 AIM0001 0372



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Hans Maad
hans.maad@noebauernbund.at
Tel. 02742-9020 DW 235

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