• 18.05.2011, 09:52:11
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Spindelegger: "Österreich hat in Bosnien und Herzegowina viel bewirkt"

Europäische Perspektive ist wichtiger Motor für Reformen und Stabilität

Wien (OTS) - "Nach jahrelanger österreichischer
Entwicklungszusammenarbeit, die große Erfolge in der Stabilisierung
des Landes zu verbuchen hat, gilt es nun Bosnien und Herzegowina auf
EU-Ebene bestmöglich zu unterstützen. Als Anreiz für Reformeifer und
Stabilität ist die europäische Perspektive von großer Bedeutung für
die Zukunft des Landes", betonte Außenminister und Vizekanzler
Michael Spindelegger anlässlich der Schließung des Koordinationsbüros
der Austrian Development Agency in Sarajevo Mitte des Jahres. Um die
Erfolge der österreichischen Hilfe nachhaltig abzusichern, werden im
Rahmen der Phasing-Out Phase alle noch laufenden Projekte und
Programme zu Ende geführt oder an Projektpartner übergeben.

"Die Bilanz der österreichischen Unterstützung in Bosnien und
Herzegowina kann sich sehen lassen: Mit österreichischer Hilfe wurden
tausende Arbeitsplätze geschaffen und damit vor allem jungen Menschen
eine Perspektive gegeben. Wir haben dazu beigetragen, die Berufs- und
Erwachsenenbildung sowie die Rahmenbedingungen für Investitionen zu
verbessern und die Rechtsstaatlichkeit zu stärken", zog der
Außenminister Bilanz.

Von 1995 bis 2010 unterstützte Österreich Bosnien und Herzegowina
- etwa in Projekten und Programmen zur Reformierung der Universität
oder Modernisierung der Verwaltung - mit insgesamt 465 Mio. Euro.
2011 bis 2013 wird die Europäische Kommission Bosnien und Herzegowina
rund 314 Mio. Euro für die Heranführung des Landes an die Europäische
Union zur Verfügung stellen. Im Rahmen von
Wirtschaftspartnerschaften, Kooperationen von
Nichtregierungsorganisationen oder etwa EU-finanzierten Programmen
wird die österreichische Entwicklungszusammenarbeit das Land auch
künftig unterstützen.

Die österreichische Entwicklungszusammenarbeit zieht sich aus dem
Westbalkan schrittweise zurück, da die Länder der Region als
potenzielle Kandidatenländer weitreichende finanzielle Unterstützung
durch die Europäische Union erhalten. Im Zeitraum von 2007 bis 2011
beläuft sich die durchschnittliche Mittelzuweisung der Europäischen
Union an den westlichen Balkan auf rund 800 Mio. Euro pro Jahr. Keine
andere Region der Welt erhält, pro Kopf gerechnet, eine ähnlich hohe
Unterstützung seitens der Kommission.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
mailto:[email protected]
http://www.aussenministerium.at, http://www.bmeia.gv.at

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