- 16.05.2011, 20:47:54
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Fest steht nur, wer die Dummen sind (von Ralf Mosser)
Ausgabe 17. Mai 2011
Klagenfurt (OTS) - Mit seiner am Wochenende getätigten Aussage,
Österreichs Politiker sind "zu blöd und zu feig", hat Andreas Treichl
quer durch das Land für Aufregung gesorgt. Bei genauerer Betrachtung
kann man dem Erste-Chef durchaus zustimmen - wenn auch aus anderen
Gründen. Die Politiker waren tatsächlich "zu blöd", die Machenschaft
der Finanzjongleure und Finanzhasardeure rechtzeitig zu erkennen und
tragen damit eine gewisse Mitschuld an der Weltwirtschaftskrise. Sie
waren tatsächlich "zu feig", nach der Krise die richtigen
Konsequenzen zu ziehen und diesen Spekulationen mit entsprechenden
Gesetzen für immer den Garaus zu machen. Treichl kann man auf der
anderen Seite weder Blödheit noch Feigheit vorwerfen. Er war nicht
"blöd" und hat die Milliardenhilfe des Staates für seine Bank dankend
angenommen. Er war nicht "feig" und hat sein Gehalt, ohne mit der
Wimper zu zucken, verdoppelt. Klar ist bei der Sache nur, wer die
Dummen sind - wir Steuerzahler. Mit etwas Zynismus könnte man sagen:
Blöd gelaufen.
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