• 16.05.2011, 19:01:07
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VORARLBERGER NACHRICHTEN: Kommentar "Polit-Infarkt"

Von Johannes Huber

Wien (OTS) - Es ist müßig, sich darüber zu beklagen, dass ein
Vertreter aus der Bankenwelt so viel Undankbarkeit zum Ausdruck
bringt; genauso überflüssig ist es, sich darüber zu beschweren, dass
die Wortwahl allzu derb ist: Entscheidend ist, dass Andreas Treichl
recht hat.

Wenn man die Ergebnisse betrachtet, dann muss man zum Schluss kommen,
dass Minister und Mandatare ihren Aufgaben nicht gewachsen sind: Sie
lassen Probleme wie die Staatsverschuldung ungelöst und beschäftigen
sich stattdessen lieber mit Nicht-Problemen wie die Wehrpflicht. Wir
erleben "den Infarkt der österreichischen Politik", so Ex-WIFO-Chef
Helmut Kramer.

Zur Lösung schlägt er eine professionelle Ausbildung für Politiker
vor. Sinnvoll wäre auch ein besseres Auswahlverfahren: Der Einfluss
der Parteien muss zurückgefahren, die Persönlichkeitswahl gestärkt
werden. Inkompetente Sesselkleber würden dann automatisch Leuten
weichen, die sich als Problemlöser bewähren müssen, um vom Volk
wieder gewählt zu werden.

Rückfragehinweis:
Wiener Redaktion, Tel. 01/317783410

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