• 16.05.2011, 12:04:47
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Kinderfreunde: Mitbestimmung statt Stimmenhandel

Wien (OTS) - Die Österreichischen Kinderfreunde lehnen das
fälschlicherweise als "Kinderwahlrecht" bezeichnete Modell des
Instituts für Ehe und Familie (IEF) vehement ab.

"Ein Modell, bei dem Eltern bei Wahlen die Stimmen ihrer Kinder
mitvergeben dürfen, ist undemokratisch und gegen jedes
Grundverständnis von Partizipation und Mitbestimmung", erklärt Gernot
Rammer, Bundesgeschäftsführer der Kinderfreunde. Wahlaltersenkung sei
der richtige Weg gewesen, weil sich nun die Politik auch intensiv mit
den Anliegen junger Menschen beschäftigen müsse.

Dass Innenministerin Mikl-Leitner das Modell laut Presse-Interview
"einmal anschauen" will, verwundert Rammer: "Die Innenministerin
müsste auf den ersten Blick sehen, dass dieses Modell niemanden
weiterbringt." Es brauche eine Politik, die Österreich
kinderfreundlicher macht, da helfe es auch nichts, SeniorInnen gegen
Jungfamilien auszuspielen. "In Österreich gibt es eine latente
Kinderfeindlichkeit, die man nur dann überwinden kann, wenn man die
Kinderrechtskonvention umfassend und in allen Lebensbereichen
durchsetzt und verankert.", so Rammer weiter.

Das Modell des IEF ist für Rammer trotzdem nur ein
Nebenschauplatz: "Für moderne Familienpolitik ist viel
entscheidender, die Erziehung und Pflege der Kinder besser auf beide
Elternteile aufzuteilen. Frau Mikl-Leitner sollte sich daher lieber
"anschauen" wie es gelingen kann, dass etwa in Zukunft nicht 3 %
sonder 50 % der Karenzmonate von Vätern konsumiert werden.", so
Rammer abschließend.

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Daniel Bohmann, Pressereferent der Österreichischen Kinderfreunde
Tel.: 01 / 512 12 98 / 60, 0699 / 19529488, mailto:[email protected]

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