• 13.05.2011, 17:38:24
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Österreichische Biogasbranche will im heimischen Markt investieren!

Schaffung stabiler Rahmenbedingungen, sodass endlich wieder in den so wichtigen heimischen Markt in saubere und nachhaltige Energie investiert werden kann.

Wien (OTS) - Heute machte die versammelte Ökostrombranche im
Rahmen einer Pressekonferenz nochmals auf die noch zu ändernden
Bedingungen in der Ökostromgesetznovelle aufmerksam. Der Dachverband
"Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) forderte gemeinsam mit
Vertretern aus der Umwelttechnologiebranche vehement die Schaffung
stabiler Rahmenbedingungen für Ökostrom, sodass endlich wieder in den
so wichtigen heimischen Markt in saubere und nachhaltige Energie
investiert werden kann. In Form eines offenen Briefs haben die
Mitglieder des EEÖ und über 200 Unternehmen die Dringlichkeit des
Anliegens und die Chance für Österreich deutlich gemacht.

Österreich, einst Pionier im Bereich der Biomasse und
Biogasanwendung, hat sich in punkto Anlagenerrichtung bereits vor
einigen Jahren von seinen Nachbarn überholen lassen. MMag. Christian
Riel von der Biogest Energie- und Wassertechnik GmbH bestätigte, dass
der Großteil der Biogasanlagen heute im Ausland errichtet wird.
Internationalen Interessenten könne man derzeit im Umweltmusterland
Österreich keine neu errichtete Biogasanlage zeigen, da seit 2007
österreichische Anlagenbauer, aufgrund der österreichischen
Rahmenbedingungen, nahezu ausschließlich im Ausland tätig sind.

Arbeitsmarktpotenzial besteht bei der Biogastechnik nicht nur bei der
Errichtung sondern vor allem im Betrieb der Anlagen und verbleiben
nahezu 90% der Wertschöpfung und somit Wirtschaftskraft und
Arbeitsplätze in der Region. Aktuell arbeiten in Österreich ca. 1.500
Personen in der Biogasbranche mit starker Ausrichtung auf den
Exportmarkt. Österreich kann durch Investitionen in heimische Anlagen
wieder Boden gut machen und weitere sichere Green Jobs schaffen. Neu
errichtete Anlagen werden auch dringend als Vorzeigeprojekte für den
stark exportorientierten Markt benötigt. Zusätzlich sind bestehende
Biogasanlagen aufgrund der Technik geeignet, laufend in
Verbesserungen zu investieren und bieten so eine wichtige Grundlage
für Forschung und Entwicklung. "Gerade bestehende Anlagen, deren
Betreiber seit vielen Jahren Vorreiter in Sachen Ökostrom sind, gilt
es eine wirtschaftlich sinnvolle und nachhaltige Perspektive zu
bieten", betonte EEÖ Präsident DI Josef Plank.

Daher fordert die ARGE Kompost & Biogas Rahmenbedingungen die eine
zielgerichtete Weiterentwicklung der Technik ermöglichen. Sowohl für
neue als auch für bestehende Anlagen.
Dringende Maßnahmen sind: Gewährung eines
Wirtschaftsdünger/Zwischenfrüchtebonus, Einbeziehung des KWK Bonus,
Konkretisierung des Gasaufbereitungsbonus und Umsetzung eines
verpflichtenden Betriebskostenzuschlages. Dadurch werden vor allem
Investitionen in Umwelt und höchste Effizienz generiert.

Wir können uns jetzt entscheiden ob wir wie in der Vergangenheit auch
bei der künftigen Energieaufbringung vom Ausland abhängig sein wollen
oder ob wir die Produktion der Energie und damit auch die
Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Österreich aufbauen und halten
wollen.

Rückfragehinweis:
ARGE Kompost & Biogas Österreich
Franz Kirchmeyr
Tel.: +43 1 890 1522
mailto:[email protected]
www.kompost-biogas.info

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