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Für eine zukunftsfähige Welternährung - Weltläden kämpfen gegen weltweite Ernährungskrise an

Feldkirch/Wien (OTS) - Unter dem Motto "öko&fair ernährt mehr!" machen die Weltläden zum Weltladentag 2011 am Samstag, den 14. Mai, auf die weltweite Ernährungskrise aufmerksam. Denn weltweit hungern über eine Milliarde Menschen.

Etwa zwei Drittel von ihnen leben auf dem Land. Trotz technischer Innovationen steigendie Ernteerträge nicht weiter an. "Ein Weiter wie bisher ist keine Option. Es braucht eine Wende in der Agrarpolitik, die derzeit die Massenproduktion unter hohen ökologischen und sozialen Kosten fördert und auf ungebremsten Export setzt. Diese Politik ruiniert bäuerliche Strukturen weltweit - und damit auch die Ernährungssouveränität", so Barbara Kofler, Geschäftsführerin der ARGE Weltläden.

Gerade in den Ländern des Südens haben kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft ein großes Potential, die Situation zu verbessern. Unter dem Motto "öko&fair ernährt mehr!" Für eine zukunftsfähige Welternährung wendet sich die Weltläden an KonsumentInnen, aber auch an PolitikerInnen. Er zeigt auf, wie der Faire Handel und ökologische Landwirtschaft zur Ernährungssicherung weltweit beitragen können. Kleinbäuerinnen und -bauern erhalten durch den Fairen Handel langfristige Lieferverträge mit Fair-Handels-Organisationen in Europa und können dadurch ihre Existenz sichern. Ökologische Landwirtschaft sorgt dafür, dass die Bodenqualität erhalten bleibt und somit langfristig als Ernährungs- und Einkommensquelle dient.

"Zwei Drittel der hungernden Menschen leben auf dem Land, also
dort, wo Nahrungsmittel produziert werden. Nahrungsmittel sind in ausreichender Menge vorhanden - die Verteilung ist das Problem", erklärt Barbara Kofler. KonsumentInnen können mit ihrem täglichen Einkauf im Weltladen zur Ernährungssouveränität von Kleinbäuerinnen/-bauern in Entwicklungsländern beitragen. Mit einer Unterschrift können Sie zudem politisch etwas bewirken.

Dazu bieten die 94 Weltläden österreichweit eine Unterschriftenaktion an und überreichen diese Umwelt- und Landwirtschaftsminister Berlakovich in den kommenden Tagen. Dieser wird aufgefordert, sich für die Förderung von kleinbäuerlicher und ökologischer Landwirtschaft einzusetzen und sich in internationalen Gremien für das Menschenrecht auf Nahrung stark zu machen. Weiters werden im Herbst die österreichischen EU ParlamentarierInnen mit Briefen kontaktiert.

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