OÖGKK legt Endergebnis 2010 und Prognose 2011 vor / Solides Plus zum Investieren
Wien (OTS) - Mit einem endgültigen Ergebnis von 37,2 Millionen
Euro schließt die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse das Jahr
2010 ab. "Dieses solide Plus macht es uns auch möglich, in Zeiten wo
andere den Sparstift zücken, Geld in die Hand zu nehmen und in
sinnvolle Bereiche zu investieren", meint Obmann Felix Hinterwirth.
Das erfreuliche Finanzergebnis heißt für Direktorin Andrea Wesenauer
konkret: "Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt und die
Krisenzeiten wirklich gut gemeistert. Durch einen sorgsamen Umgang
mit den Beitragsgeldern mussten keine Leistungen gekürzt werden. Im
Gegenteil: Jetzt haben wir sogar wieder Spielraum und können gezielt
investieren und ausbauen. Und wie es aussieht, setzt sich dieser
positive Trend auch 2011 fort."
Das Krisenjahr 2009 hat bei der OÖGKK auch 2010 noch Spuren
hinterlassen: "Wir waren 2010 sehr vorsichtig, haben unsere
Budgetierung noch auf Basis des Krisenjahres erstellt. Mit dem Geld
unserer 1,2 Millionen Versicherten und ihrer Dienstgeber gehen wir
verantwortungsvoll um", erklärt Obmann Felix Hinterwirth das gute
Ergebnis. Ab Mitte 2010 hat dann der Aufwärtstrend begonnen. Die
Beiträge haben sich besser entwickelt als ursprünglich erwartet.
Ein wesentlicher Grund für das gute Ergebnis: "Erstmals haben wir
heuer auch aus dem von Minister Stöger eingerichteten
Kassenstrukturfonds 17,8 Millionen Euro erhalten. Das ist erfreulich.
Beim Solidar-Ausgleichsfonds ist die Nettobelastung der OÖGKK
weiterhin hoch und liegt bei rund 22 Millionen Euro", erklärt
Direktorin Andrea Wesenauer.
Unterstützungsfonds aufgestockt
Durch das solide Plus im Ergebnis wird der Unterstützungsfonds der
OÖGKK ordentlich aufgestockt. Rund 12 Millionen Euro werden 2010
dafür dotiert, in Summe sind es jetzt rund 32 Millionen Euro, die für
Härtefälle zur Verfügung stehen. "Es ist uns wichtig, Menschen in
Notsituationen ein Auffangnetz zu bieten. Der Unterstützungsfonds
hilft Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen hohe finanzielle
Restbelastungen zu tragen haben", ist Obmann Felix Hinterwirth
erfreut.
Die Beiträge für pflichtversicherte Erwerbstätige bilden die
größte Einnahmenposition der Oberösterreichischen
Gebietskrankenkasse. Nach der Krise 2009 und einem damit verbundenen
erstmaligen Rückgang konnte die OÖGKK 2010 bei dieser Position
wieder einen überraschenden Anstieg (+2,0 Prozent) auf 1.067,8
Millionen Euro verzeichnen. Grund dafür ist die unerwartet starke
Entwicklung der letzten beiden Beitragsmonate.
1,7 Milliarden Euro Versicherungsleistungen
Die Ausgaben für Versicherungsleistungen sind 2010 nur um 0,1
Prozent auf 1.694,0 Millionen Euro angestiegen. "Wir arbeiten laufend
daran, unsere Versicherten noch zielgenauer zu versorgen. Es wurde
auch 2010 keine einzige Leistung gekürzt. Für 2011 haben wir eine
große Gesundheitsoffensive gestartet. Leistungen zum Beispiel im
Bereich der psychischen Gesundheit und der Gesundheitsförderung
werden weiter ausgebaut", zeigt sich Direktorin Andrea Wesenauer
zufrieden.
2011: OÖGKK investiert weiter in Gesundheitsförderung
"Gemeinsam mit unseren Partnern konnten wir die Krise erfolgreich
meistern. Das gute Ergebnis heuer schafft eine solide Basis für
unsere Gesundheitsoffensive in den nächsten Jahren. Wir wollen den
Gesundheitszustand unserer Versicherten verbessern und dafür
einerseits in Gesundheitsförderung und Prävention investieren und
andererseits auch die medizinische Versorgung in gezielten Bereichen
ausbauen", erklärt Obmann Felix Hinterwirth. "Mit dem vorhandenen
Geld schnüren wir das bestmögliche Leistungspaket. Wie schon
angekündigt investieren wir in die Bereiche Gesundheitsförderung und
Prävention. Hier wird es ganz neue Angebote geben. Wir bauen aber
auch unsere Versicherungsleistungen weiter aus, zum Beispiel im
Bereich psychische Gesundheit", informiert Direktorin Andrea
Wesenauer.
Nach der derzeitigen Prognose für 2011 hält der Aufschwung weiter
an. Die Beiträge steigen voraussichtlich um 3,1 Prozent. Die
Versicherungsleistungen werden um 4,3 Prozent anwachsen. Unterm
Strich steht 2011 nach derzeitigem Stand eine schwarze Null. "Wir
planen sehr genau, selbst Schwankungen im Promillebereich wirken sich
aber in unserer Bilanz ordentlich aus. Hinter jeder Zahl stehen
penible Prognosemodelle", erläutert Direktorin Andrea Wesenauer.
Direktionsbüro und Kommunikation
Mag. Harald Schmadlbauer
Tel: 05 78 07 - 10 24 01













