- 13.05.2011, 11:14:51
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BZÖ-Bucher: Schamlosigkeit der Banken nicht mehr zu überbieten
Wien (OTS) - "Die Schamlosigkeit der Banken in Sachen Gehälter
kennt offenbar keine Grenzen mehr. Trotz der im Bankenrettungspaket
für den Fall der Innanspruchnahme vorgesehenen Auflage, das Entgelt
der organschaftlichen Vertreter und der leitenden Angestellten der
Banken auf ein "angemessenes Maß" zu begrenzen, müssen die
Steuerzahler nun zusehen, wie sich die Bankmanager der Erste Bank
2010 inklusive erfolgsabhängiger Gehaltskomponenten 8,8 Millionen
Euro (+87,2 Prozent gegenüber 2009) sowie die Bankmanager der
Raiffeisen Bank International 8,2 Millionen Euro (+78,3 Prozent
gegenüber 2009) an "Belohnungen" genehmigen. Auch die Aufsichtsräte
der Erste Bank haben ihre Gagen auf 700.000 Euro verdoppelt. Damit
ist die Krise für die Bankmanager vorbei, nicht aber für die
Steuerzahlerinnen und Steuerzahler", kritisiert BZÖ-Bündnisobmann
Klubobmann Josef Bucher, der darauf verweist, dass Erste Group und
Raiffeisen noch immer staatliches Partizipations-Kapital in Höhe von
1,2 Milliarden Euro beziehungsweise 1,75 Milliarden Euro halten.
Zudem bestehen noch staatliche Haftungen für Bankverbindlichkeiten in
Höhe von 4,050 Milliarden Euro für die Erste Group sowie 4,250
Milliarden Euro für Raiffeisen Bank.
"Von "angemessenen Gehältern" kann bei diesen
Millionen-Gehaltserhöhungen keine Rede sein. Jetzt ist auch klar,
warum SPÖ und ÖVP die zahlreichen BZÖ-Gesetzesinitiativen für eine
Begrenzung der Manager-Boni bei Erhalt von Staatshilfen abgelehnt
haben. Die ÖVP ist nur mehr der Beschützer der Banken und
Großkonzerne. Das BZÖ vertritt hingegen die Interessen der Bankkunden
und der Steuerzahler", so Bucher.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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