- 13.05.2011, 11:02:34
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Greenpeace: AKW-Stresstests werden zum Bumerang im Kampf gegen Atomenergie
BM Berlakovichs unausgegorener Vorstoß führt Atomkraftkritiker in strategisches Dilemma
Wien (OTS) - Greenpeace kritisiert die starre Haltung der
atomkraftfreundlichen Länder, wie Großbritannien, Tschechien oder
Frankreich, im Zuge der derzeit auf EU-Ebene geführten Verhandlungen
um die AKW-Stresstests. Durch diese Haltung werden strenge
Sicherheitsüberprüfungen der europäischen AKW faktisch unmöglich. Die
aktuelle Nicht-Einigung bei der Ausgestaltung der
AKW-Sicherheitstests macht das strategische Dilemma deutlich, in das
sich der österreichische Umweltminister Berlakovich mit seinem
Vorstoß und Energiekommissar Öttinger gebracht haben. Wenn die
EU-Kommission eine gemeinsame Lösung anstrebt, muss sie sich, damit
auch die atomkraftfreundlichen Länder zustimmen, auf eine
Verwässerung der Sicherheitsüberprüfungen einlassen. Kommt es zu
keiner Einigung, werden Länder wie Großbritannien, Tschechien oder
Frankreich ihren AKW ein Gütesiegel ausstellen und die Überprüfungen
so gestalten, dass kein einziges AKW vom Netz muss.
"Kein Mensch zweifelt daran, dass sich Umweltminister Berlakovich
für ein atomkraftfreies Europa einsetzen wollte. Doch diese
Entscheidung liegt einfach nicht in seiner Macht. Es war ein schwerer
strategischer Fehler eine unausgegorene Debatte über Sicherheitstests
loszutreten, die keine rechtliche Grundlage auf europäischer Ebene
haben. Die Atomindustrie hat längst begonnen den Begriff Stresstests
zu verwenden, um alles beim alten lassen zu können. Die Stresstests
werden zum Bumerang der Anti-Atom-Politik", erklärt Niklas Schinerl,
Atomsprecher von Greenpeace.
Rückfragehinweis:
Greenpeace CEE Niklas Schinerl, Atomsprecher Greenpeace; Tel.: 0043 664 612 67 04 Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace; Tel.: 0043 664 61267 18 mailto:[email protected] www.greenpeace.at
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