• 13.05.2011, 10:12:38
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Umweltbundesamt baut Emissionskontrolle in der Türkei auf

Ende April gab die EU-Kommission Grünes Licht für ein weiteres Projekt des Umweltbundesamt in der Türkei

Wien (OTS) - Zur Verbesserung der Umweltsituation wird in den
nächsten zwei Jahren an der nationalen Umsetzung einer EU-Richtlinie
für Luftemissionen gearbeitet. Das Know-how für die Implementierung
der NEC-Richtlinie (National Emission Ceilings) kommt aus dem
Umweltbundesamt, das gemeinsam mit einem finnischen Partner für den
Kompetenzaufbau im türkischen Umweltministerium sorgt. "Das ist schon
unser fünfter Einsatz am Bosporus," betont
Umweltbundesamt-Geschäftsführer Georg Rebernig. "Jedes Projekt für
sich ist eine neue Herausforderung, bei der Know-how, Flexibilität,
interkulturelle Kompetenz und persönliches Engagement gefragt sind.
Und in jedem Projekt lernen wir auch von unserem Gegenüber."

NEC: Emissionshöchstmengen für Luftschadstoffe

Die europäische NEC-Richtlinie regelt nationale
Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe. Ziel ist, die
Emissionen von versauernden und eutrophierenden Luftschadstoffen
sowie von Ozonvorläufersubstanzen zu begrenzen, um die Umwelt und die
menschliche Gesundheit zu schützen. In der NEC-Richtlinie werden
Emissionshöchstmengen für die Luftschadstoffe Stickstoffoxid (NOx),
flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC), Schwefeldioxid
(SO2) und Ammoniak (NH3) festgelegt, die ab einem bestimmten
Zeitpunkt - für die EU Mitgliedstaaten ist es das Jahr 2010 - nicht
mehr überschritten werden dürfen.

Wissenstransfer zur Erstellung eines Maßnahmenplans

Eckpunkt des Engagements in der Türkei ist es, MitarbeiterInnen
des türkischen Umweltministeriums in der Erstellung der
Luftschadstoffinventur gemäß internationaler Regeln zu schulen und
bei der Erarbeitung von Emissionsszenarien zu unterstützen. Sind die
aktuellen Hauptverursacher der Luftverschmutzung und die zu
erwartende Entwicklung bis 2020 bekannt, werden gemeinsam Maßnahmen
und Aktionspläne erarbeitet. Das Projekt ist bis Mai 2013 anberaumt.

Perspektiven für Südosteuropa und mehr: 94 Projekte, 23 Länder

Das Umweltbundesamt ist die führende österreichische
ExpertInneneinrichtung für alle Umweltthemen und -medien und mit
insgesamt 94 Einzelprojekten in 23 Ländern in Ost-, Südosteuropa und
in den Mittelmeer-Staaten bewährter Projektpartner. Die
MitarbeiterInnen arbeiten in den Geschäftsfeldern Wirtschaft &
Wirkung, Stoffe & Analysen, Lebensraum & Nutzung, Daten & Diagnosen
und IT Lösungen & Services. In diesen fünf Programmen entwickeln sie
Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft in
Österreich und Europa. International ist das Umweltbundesamt als
Partner und Berater internationaler Organisationen tätig. Durch
Länderpartnerschaften - so genannte Twinnings - unterstützt das
Umweltbundesamt seit 1999 die mittel- und südosteuropäischen Behörden
in wesentlichen Umweltfragen beim Aufbau der Verwaltung und bei der
Umsetzung des EU-Rechts; die finanziellen Mittel dafür kommen von der
EU.

Rückfragehinweis:
www.umweltbundesamt.at
Ingeborg Zechmann, Pressesprecherin Umweltbundesamt,
Tel.: 0664/611 90 94

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