OTS0244   12. Mai 2011, 13:43

2011 wieder Kürzung bei Pensionskassenpensionen?

Politik legt leider die Hände in den Schoß


Die aktuellen Performancezwischenergebnisse der
Pensionskassen nach den ersten vier Monaten liegen im Schnitt bei
etwa +/-0% und würden auch beim derzeit niedrigsten Rechenzins(RZ)
von 3,5% weitere Pensionskürzungen von gut 4% per 1.1.2012 bedeuten,
bei den höheren RZ bis zu 8%.

Und das angesichts bereits erlittener Pensionseinbußen von bis zu
45%. Das bedeutet ohne wenn und aber den Offenbarungseid einer
endgültig gescheiterten 2.Säule in Österreich!
Schuld an der Entwicklung sind auch nicht die Aktien, die man gerne
als Prügelknaben für die Börsencrashs 2001 und 2008 heranzieht,
sondern die Anleihen, also die sogenannten "risikolosen"
Veranlagungen, deren Kurse angesichts drohender Zinserhöhungen in den
Keller purzeln.

Was soll angesichts solcher Fakten das Gerede der Pensionskassen
von einer sogenannten Sicherheits-VRG und die Pseudoaktion der FMA,
RZ für künftige Verträge auf maximal 3% zu begrenzen?

Die zusätzliche Altersversorgung einer Dreiviertelmillion
Österreicher und Österreicherinnen steht vor dem endgültigen Kollaps!
Und nicht einmal die vielfältigen Kassandrarufe wegen einer angeblich
a la longue unfinanzierbaren ASVG-Pension, wofür ja eine wirkliche 2.
Säule dringend erforderlich wäre, signalisieren der Regierung, dass
es höchste Zeit ist, das österreichische Pensionskassensystem - das
schlechteste in Europa! - einer fundamentalen Reform zu unterziehen.

Sollen die Österreicher in einem der reichsten Länder der Welt
wirklich damit konfrontiert werden, dass sie ihren Lebensabend
künftig unterhalb der Armutsgrenze zubringen müssen?

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0244 2011-05-12 13:43 121343 Mai 11 PKB0001 0247



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Rückfragehinweis: Günter Braun,
Pressesprecher des PEKABE - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
Mailto: pressesprecher@pekabe.at Tel. 0699 - 111 58 699

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