• 12.05.2011, 11:09:36
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Banken bevorzugen Immobilienmarkt in Polen

Wien/Linz (OTS) - KPMG International veröffentlichte die Studie
"CEE Property Lending Barometer 2010" zur Bankenfinanzierung im
Immobiliensektor in Zentral-und Osteuropa. Die Studie fasst die
Einschätzungen von über 50 der führenden Banken in Zentral- und
Osteuropa zu den zukünftigen Entwicklungen in diesem Bereich
zusammen. Der Studie zu Folge ist das Geschäft mit den Immobilien
auch in CEE wieder zum Leben erwacht - allerdings jetzt sehr selektiv
nur in einzelnen Ländern, allen voran Polen.

Die Finanzierungslage bei den zentral- und osteuropäischen Immobilien
bleibt aufgrund des starken Transaktionsrückgangs und der
schwankenden Wertentwicklung von Immobilien unklar. Laut der
KPMG-Studie gehen die Banken in keinem Land von einer schnellen
Erholung des Immobilienmarktes aus. Nur Polen und die Tschechische
Republik könnten eine Ausnahme darstellen. "In diesen beiden Ländern
hat der Markt weniger als in anderen Staaten unter der Krise
gelitten", erklärt Klaus Mittermair, Partner bei KPMG Advisory.
"Angesichts der jüngsten Entwicklung beim BIP und der künftigen
Aussichten überrascht es nicht, dass in der Studie Polen als bestes
Land in der Region für die Finanzierung von Immobilienprojekten
angesehen wird."

"Vor der globalen Finanzkrise sahen Investoren die einzelnen Länder
Zentral- und Osteuropas eher als Teil einer Region an", erklärt Erich
Thewanger, KPMG Advisory Partner weiter. "Nach der Wirtschaftskrise
betrachten sie zunehmend jedes Land und seine wirtschaftliche
Situation für sich. Es wird stärker differenziert - daraus ergibt
sich ein uneinheitliches, aber wesentlich angemesseneres Bild der
Region."

Die wichtigsten Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus der Studie:
- Die Perspektiven des Immobilienmarktes eines Landes sind stärker
als vor der Krise an seine gesamtwirtschaftlichen Aussichten
geknüpft.
- Die Banken haben ihre strikte Kreditvergabepolitik in Bezug auf die
Finanzierung von Immobilien bisher nicht gelockert.
- Die Banken sind an der Restrukturierung bestehender Kredite
interessiert, statt Zwangsversteigerungen anzustreben.
- Qualitativ hochwertige Projekte mit überzeugenden Geschäftsmodellen
haben eine gute Chance auf erfolgreiche Umstrukturierung.
- Die Banken stehen der Finanzierung von Projekten guter Qualität
zunehmend aufgeschlossener gegenüber.
- Trotz des seit dem letzten Quartal 2008 zu verzeichnenden
Wertverfalls gaben weniger als ein Drittel der befragten Banken an,
sich nur in geringem oder sehr geringen Maße auf Werttaxierungen zu
verlassen.
- Der Hotelsektor ist, was die Finanzierung angeht, der von den
Banken am wenigsten geschätzte Sektor.

Immobilienprojekte bleiben für Banken strategisch wichtig

Immobilienprojekte sind für Banken strategisch wichtig: Die Mehrzahl
der befragten Banken steht der Finanzierung von Immobilien weder klar
aufgeschlossen noch ausdrücklich ablehnend gegenüber. Die Präferenzen
der Banken unterscheiden sich von Land zu Land. In Ungarn, der
Tschechischen Republik und Bulgarien genießt der Einzelhandel höchste
Priorität, während in Polen und Rumänien der Bürosektor bevorzugt
wird. In der Slowakei, Kroatien und den baltischen Staaten führt der
Industrie- und Logistiksektor die Prioritätenliste an, während der
Hotel- und Ressortsektor (außer in Kroatien) allgemein die geringste
Wertschätzung genießt.

"Um eine Finanzierung zu bekommen, muss man Bankenvertreter in CEE
mit einem stimmigen Geschäftsmodell und einer hohen Qualität der
Anlagen überzeugen. Eigenkapitalquote, Vorvermietung und Cover Ratios
werden wieder wesentlich konservativer angesetzt - Niveaus aus den
Jahren 2003/2004 sind da eine gute Benchmark für die künftige
Entwicklung", so Thewanger.

Das "CEE Property Lending Barometer 2011" wird im Herbst 2011 auf der
Expo Real in München vorgestellt - dann auch mit Daten aus
Deutschland und Österreich.

Die gesamte Studie finden Sie unter www.kpmg.at

Rückfragehinweis:

KPMG Austria
   Mag. Mariana Herrloss
   Corporate Communications
   Tel.: 0043 (0)1 313 32-730
   mailto:[email protected]
   www.kpmg.at

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