• 12.05.2011, 11:00:22
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Erneuerbare Energie aus heimischer Produktion schafft Versorgungssicherheit, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Österreich

Wien (OTS) - Bereits heute ersetzen die, in Österreich
unterstützten, Ökostromtechniken ein Atomkraftwerk mit nahezu 1000 MW
Leistung (entspricht ungefähr dem zwischendurch stillgelegtem Isar
I). Im künftigen Energiemix werden wir alle erneuerbaren
Energietechnologien zur Befriedigung unseres Energiehungers
benötigen. Die Biogastechnik besticht dabei mit der hervorragenden
Verfügbarkeit, der vielfältigen Einsetzbarkeit und der Regelbarkeit.
Genau jener Kritikpunkt, nämlich der Rohstoffeinsatz in Form von
heimischer und regionaler Biomasse, ist eine wesentliche Stärke
dieses Energieträgers. Biogas speichert Energie in zwei Stufen,
entweder in der Biomasse oder nach der Umwandlung als Biogas. Deshalb
wird die Biomasse in nächster Zeit neben der Speicherwasserkraft die
einzige sinnvoll und einfach speicherbare Energie bleiben.

Biogas hat bereits heute eine sehr hohe Effizienz, gezielte
Steigerung durch KWK Bonus erforderlich

Die bestehenden Biogasanlagen haben bereits jetzt eine bessere
Energieeffizienz als eine Vielzahl an kalorischen Kraftwerken, trotz
kurzer Entwicklungszeit. Bereits heute liefert die Biogastechnologie
die höchsten Volllaststunden im Vergleich zu anderen marktreifen
erneuerbaren Energietechnologien und ist daher die Voraussetzung für
notwendige und sinnvolle Weiterentwicklungen.
Von einem Hektar Energiepflanzen kann zirka das 25fache an Energie
gewonnen werden, als an Energie durch den Anbau hineingesteckt werden
muss. Kommen Abfall- und Reststoffe zum Einsatz, verbessert sich
diese Bilanz noch weiter.
Die Biogasnutzung im Verkehrssektor kann als eine der effizientesten
Alternativen für klimafreundliche Mobilität betrachtet werden, denn
neben der effizienten Nutzung von Biogas in BHKWs punktet Biogas auch
als Treibstoff durch seinen hohen Energieertrag bezogen auf die
Anbaufläche. Aus einem Hektar Acker oder Wiese kann so viel Biomethan
gewonnen werden, dass durchschnittlich 65.000 PKW-Kilometer damit
zurückgelegt werden können. Wird das Biomethan aus reinen NAWAROs
gewonnen ist sogar eine Fahrleistung des zweifachen Erdumfang
(Äquatorumfang: 40.075,7 km) möglich und das auch noch klimaneutral,
da nur so viel CO2 ausgeschieden wird, wie zuvor beim
Pflanzenwachstum gebunden wurde.

Rohstoffpotenzial bei Wirtschaftsdünger und Einsatz von
Zwischenfrüchten

Derzeit trägt Biogas mit über 10% zur Ökostromerzeugung bei. Ein
kleiner aber wichtiger Teil, der sich durch die stärkere Nutzung, des
sich uns bietenden Rohstoffpotenzials, vor allem durch den vermehrten
Einsatz von Wirtschaftsdünger, Zwischenfrüchten und biogenen
Abfällen, steigern lässt. Nach der Ernte der Hauptkulturen für
Lebensmittelproduktion wie Getreide, Kartoffeln, Sonnenblumen etc.
können noch vielfach die Sonnenstunden für die
Energiepflanzenproduktion in Form von Zwischenfrüchten genutzt
werden.

Höchste Wertschöpfung in der Region - Bestehende Anlagen würden
bei Absicherung sofort Investitionen in die Zukunft durchführen

Biogas erhöht die regionale Wertschöpfung - sichert und schafft
green jobs. Aktuell arbeiten in Österreich ca. 1.500 Personen in der
Biogasbranche mit starker Ausrichtung auf den Exportmarkt.
Arbeitsmarktpotenzial besteht hier vor allem nicht nur bei der
Errichtung sondern im Betrieb der Anlagen. Aufgrund dessen verbleiben
nahezu 90% der Wertschöpfung und somit Wirtschaftskraft in der
Region. Bestehende Biogasanlagen sind zudem aufgrund der Technik
geeignet, laufend in Verbesserungen zu investieren und sind wichtige
Grundlagen für Forschung und Entwicklung. Langfristige und
nachhaltige Investitionen sind die Folge.

Unehrliche Tank-Teller Diskussion in Österreich

Für Biogas wird derzeit nur 2 % der österreichischen Ackerfläche
(25.000 ha) genutzt. Allein jene Menge an noch verpackten
Lebensmittel die von den österreichischen Haushalten jährlich in den
Restmüll geworfen werden benötigt eine Anbaufläche von

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