- 11.05.2011, 13:22:40
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Frischgemüse-Produzent LGV weiterhin auf Erfolgskurs - Genossenschaft feiert heuer 65-jähriges Bestehen - GRAFIK
Wien (OTS) -
- 2010 brachte Umsatzplus bei stabilem Absatz
- Neue Gemüsesorten und Ausbau der Premiumlinie im Jubiläumsjahr
2011 geplant
- Investition: Halle in Raasdorf für Convenience Produkte
Die LGV-Frischgemüse, Österreichs größter Frischgemüseproduzent
mit Sitz in Wien, ist mit dem Geschäftsjahr 2010 zufrieden. Trotz
extrem schwieriger Wetterbedingungen konnte die Genossenschaft seinen
Frischgemüse-Absatz auf 54.000 Tonnen leicht erhöhen (plus 1,9
Prozent), den Umsatz dabei um 15 Prozent auf 81,2 Millionen Euro
steigern. "Damit haben wir das selbst gesetzte Umsatzziel klar
übertroffen", resümiert Mag. Gerald König, Vorstand der
LGV-Frischgemüse. Gründe für das starke Umsatzplus sind die allgemein
gestiegenen Preise bei Obst und Gemüse sowie der weiterhin wachsende
Umsatzanteil der Premiumlinie am Gesamtergebnis, der mittlerweile bei
rund 15 Prozent liegt. "Insgesamt hatten wir eine gute Saison 2010.
Allerdings ist dabei wichtig zu wissen, dass wir nicht primär danach
streben, den höchst möglichen Gewinn zu erzielen. Uns als
Genossenschaft geht es darum, den Gärtnern - als Eigentümern der LGV
- möglichst viel auszuschütten", erklärt Mag. König das
genossenschaftliche Prinzip. Und dies ist im vergangenen Jahr nur
bedingt gelungen. "Zwar haben unsere Gärtnermeister vom guten
Marktpreis profitiert, allerdings nicht alle. Für Paprika- und
Freilandgärtner etwa war 2010 eine Katastrophe", bringt es der
LGV-Vorstand auf den Punkt. Aufgrund des starken Regens und der Kälte
im April und Mai sei die Ernte Großteils ausgefallen; die Preise
hätten dies nur zum Teil wettgemacht.
65-jährige Erfolgsgeschichte - Gründung "aus Not heraus"
Dementsprechend sei das Ziel für heuer, den Absatz zu steigern und
den Umsatz zu hal-ten - der ohnehin so hoch ist wie noch nie zuvor in
der Geschichte der LGV. Gegründet wurde die LGV im Jahr 1946 - vor 65
Jahren - als "Landwirtschaftliche Gemüse- und
Obstverwertungsgesellschaft für Wien und Umgebung"; "aus der Not
heraus", wie Ing. Robert Fitzthum, Vorsitzender des Aufsichtsrats
erklärt. Der Wiener Bürgermeister The-odor Körner hatte nach dem
Zweiten Weltkrieg die Gärtner der Stadt gebeten, für die Bevölkerung
Obst und Gemüse bereit zu stellen, und so schlossen sich damals mehr
als 1.300 Gärtnerbetriebe zu einer Genossenschaft zusammen. Diese ist
bis heute in den gleichen Händen - die meisten der jetzigen 100
Mitgliedsbetriebe werden von Enkeln der damaligen Gründer geführt.
Seit 1992 kooperiert die LGV-Frischgemüse mit der burgen-ländischen
SGV (Sonnengemüse Vertriebsgesellschaft m.b.H.); die Produkte werden
alle-samt unter der Marke LGV vertrieben. Insgesamt sind es also 250
Gärtner aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, die jährlich
rund 40 verschiedene LGV-Gemüsesorten auf insgesamt knapp 800 Hektar
anbauen. Davon sind etwa 170 Hektar geschützter Anbau und 620 Hektar
Freiland.
Marktführer bei Frischgemüse
Die so erzielten 54.000 Tonnen Frischgemüse versorgen
österreichweit fast alle heimi-schen Handelsketten und mit einem
Marktanteil von 60 Prozent während der Saison (März bis November) ist
die LGV der größte heimische Frischgemüselieferant. "Im Zeitraum Mai
bis November liefern wir unsere Produkte vom Neusiedler See bis zum
Bodensee", unterstreicht Mag. König die Rolle des Vollversorgers.
"Durch unsere effiziente Logistik ist es uns möglich, das Gemüse
innerhalb von 24 Stunden vom Feld in den Supermarkt zu liefern. So
landen unsere Produkte wirklich frisch beim Konsumenten, was sich im
Geschmack und der Qualität direkt widerspiegelt", erklärt der
Vorstand die Besonderheit des LGV-Gemüses - vor allem im Vergleich zu
importierter Ware, die oft erst während des Transportes nachreift.
Neben dem heimischen Markt bedient die LGV aber auch die
Nachbarländer - rund sechs Prozent der Produktion gehen in den
Export. Zielmärkte sind etwa Deutschland, Tsche-chien, Ungarn,
Slowenien und Italien.
Stetiges Wachstum, laufende Investitionen, zahlreiche
Zertifizierungen
Anlässlich ihres Jubiläums blickt die Genossenschaft nun zufrieden
auf ihre Geschichte seit der Gründung zurück. Allein in den letzten
fünf Jahren konnte der Absatz um knapp 32 Prozent gesteigert werden
(von 41.000 Tonnen im Jahr 2005 auf 54.000 Tonnen im vergangenen
Jahr), der Umsatz ist im gleichen Zeitraum sogar um fast 72 Prozent
ge-wachsen. Größte Investition in diesen Jahren war die Errichtung
einer Gurkensortieranla-ge, die bis heute die größte ihrer Art in
Europa ist. Prägend waren und sind auch zahlrei-che
Qualitäts-Auszeichnungen, so etwa die Zertifizierung mit dem
AMA-Gütesiegel, das außerordentliche Qualität österreichischer
Produkte kennzeichnet, oder die Zertifizierung der LGV-Frischgemüse
und seiner Gärtnerbetriebe mit dem IFS, dem International Food
Standard, einer internationalen Norm, die besonders auf die
Lebensmittelsicherheit abzielt. Rückverfolgung bis zum Produzenten,
sichere Verarbeitung, hohe Hygienestandards und intensive
Mitarbeiterschulungen sind nur einige der gestellten Anforderungen.
Enge Zusammenarbeit mit den Gärtnern
Hauptumsatzträger im Sortiment der LGV sind die
Lieblingsgemüsesorten der Österreicher, also Paradeiser (35 Prozent
Umsatzanteil), Paprika (23 Prozent) und Gurken (18 Prozent
Umsatzanteil). Ergänzt werden diese Standardprodukte durch die
Premiumlinie, bei der besondere Gemüsesorten und -arten vermarktet
werden. Etwa solche, die sich durch eine besondere Form auszeichnen
(wie etwa die Mini-Gurken), genauso wie traditionelle, seltene Sorten
(z.B. Riesen von Aspern) oder spezielle Produkte, die einen
außer-gewöhnlichen Geschmack aufweisen (z.B. die Mini San Marzano
Paradeiser). Die Premi-umlinie wird laufend erweitert - vor zwei
Jahren wurde dafür ein eigener Forschungs- und Entwicklungsfonds
eingeführt. Die Produktions- und Planungsabteilung bei der LGV
entwickelt und testet gemeinsam mit den Gärtnern Ideen für neue
Sorten. So arbeiten die Gärtner direkt und unmittelbar am Erfolg des
Unternehmens mit, was dem genossen-schaftlichen Charakter entspricht.
2011: Ausbau und Designrelaunch der Premiumschiene
Insgesamt stehen jährlich 300.000 Euro für Produktentwicklungen
zur Verfügung. Heuer neu im Handel sind - nach einer Testanbauphase -
die "gestreiften Melanzani", die durch eine besondere Form und Farbe
auffallen, sowie die "Geschmackstrilogie", drei verschie-dene
Spitzpaprika in einer Tasse, die sich von scharf über süß bis würzig
in ihrem Ge-schmack unterscheiden.
Dass die Premiumlinie immer wichtiger wird, spiegelt sich auch in
den Zahlen wider: Be-reits 15 Prozent des Gesamtumsatzes stammen aus
diesem Bereich. Um die Premiumlinie auch optisch noch mehr in die
LGV-Produktfamilie einzugliedern, wurde heuer ein Relaunch des
Werbeauftritts und der Verpackungen durchgeführt - das ehemals
goldene Premiumlogo wurde an das LGV-gelb angepasst.
Convenience Schiene: Halle in Raasdorf geplant
Ebenfalls adaptiert wurde das Verpackungsdesign der kalten Suppen,
die es seit Anfang Mai wieder in den Kühlregalen gibt. Diese bestehen
ausschließlich aus naturbelassenen, frischen Zutaten und bestechen
durch den hohen Gemüseanteil. "Die Suppen tragen dem Convenience
Trend Rechnung", äußert sich LGV-Vorstand König. Und erklärt auch,
warum: "Damit erfüllen wir den Wunsch der Konsumenten nach schnellem,
unkompliziertem Essen, und bedienen gleichzeitig den Anspruch auf
frische, gesunde Zutaten." Conve-nience-Produkte werden auch in
Zukunft eine immer stärkere Rolle spielen - so bietet die LGV unter
anderem Pflücksalat-Mischungen an, weitere Convenience Produkte sind
bereits in Planung. "Der Convenience Gedanke wird eine immer stärkere
Rolle spielen, das wissen wir. Damit wir in Zukunft dafür nicht nur
Zulieferer sind, haben wir begonnen, eigene Produkte zu entwickeln",
erklärt Mag. König den Ausbau der Produktpalette. Um dementsprechend
auch gerüstet zu sein, ist für heuer der Bau einer eigenen Halle in
Raasdorf geplant, in der die Produkte verarbeitet und verpackt
werden. Baubeginn ist im Herbst, bereits im Winter soll die neue
Halle, für die rund eine Million Euro investiert wird, fertig und
einsatzfähig sein.
Ausblick: Menge steigern, Umsatz halten
Neben dem Ausbau der Convenience Schiene und der laufenden
Erweiterung der Premi-umpalette plant die LGV für heuer, mengenmäßig
insgesamt um fünf Prozent zu wachsen, und dabei den Umsatz zu halten.
"Ich bin zuversichtlich, dass wir heuer wieder ein erfolgreiches und
vor allem für unsere Gärtner ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr
ab-solvieren können. Unsere Bemühungen, gemeinsam mit den Gärtnern
laufend neue und verbesserte Produkte auf den Markt zu bringen,
bringen uns in die richtige Richtung", blickt LGV-Vorstand Mag. König
zuversichtlich auf die kommenden Monate.
Grafik(en) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original
Grafik Service, sowie im OTS Grafikarchiv unter http://grafik.ots.at
Rückfragehinweis:
LGV-Frischgemüse Wien reg. Gen. m. b. H.
Mag. (FH) Elke Raschbacher
Tel.: +43 1 76069 - 410
E: [email protected]
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