- 11.05.2011, 12:52:54
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Hundstorfer zum Tag der Pflegenden: Herausforderungen der Pflege aktiv annehmen
Wien (OTS/BMASK) - "Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass mit
dem österreichischen System der Pflegevorsorge der richtige Weg
eingeschlagen worden ist. Durch die Pflegegeldgesetze und ihre
Begleitmaßnahmen konnte die Lage der betreuungsbedürftigen Menschen
und ihrer pflegenden Angehörigen in den letzten Jahrzehnten deutlich
verbessert werden. Aber die österreichische Sozialpolitik hat sich
nie auf den Lorbeeren ausgeruht, sondern ist auf neue
Herausforderungen, die sich mit der Zeit gezeigt haben, aktiv
zugegangen und hat stetige Nachjustierungen vorgenommen, um die
Qualität zu sichern, die Leistungen auszubauen und den Menschen
möglichst maßgeschneiderte Unterstützungsleistungen bieten zu können.
Von dieser Intention getragen sind auch die Schaffung des neuen
Pflegefonds und die kundenfreundliche Neuregelung bei der
Administration des Pflegegelds", erklärt Sozialminister Rudolf
Hundstorfer anlässlich des Tages der Pflegenden am 12. Mai. ****
"Vor diesem Hintergrund wurde das Pflegevorsorgesystem laufend
durch verschiedenste Maßnahmen weiterentwickelt und verbessert, die
insbesondere auch die Förderung der Betreuung in der Familie und die
Verbesserung der Situation pflegender Angehöriger zum Ziel hatten.
Denn rund 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause
von ihren Angehörigen gepflegt. Sie nehmen große Belastungen auf sich
und leisten einen gesellschaftspolitisch äußerst wertvollen Beitrag.
Es ist daher eine Notwendigkeit, auch die pflegenden Angehörigen bei
ihrer schwierigen Tätigkeit zu unterstützen und deren Position zu
stärken", erklärt der Sozialminister.
"Die Betreuung pflegebedürftiger Menschen bleibt das
Zukunftsthema schlechthin. Insbesondere aufgrund der demografischen
Entwicklung und Alterung in Österreich gewinnt die Absicherung des
Risikos der Pflegebedürftigkeit weiter an Bedeutung. Für die
Entwicklung der nächsten Jahre kann festgehalten werden, dass
aufgrund der demografischen Entwicklung mit einer stetigen Zunahme
der Anzahl der PflegegeldbezieherInnen zu rechnen sein wird. Während
im Jahr der Neuordnung der Pflegevorsorge im Jahr 1993 254.091
Menschen ein Pflegegeld nach dem Bundespflegegeldgesetz bezogen
haben, so betrug die Anzahl der BezieherInnen im März 2011 bei
Bundes- und Landespflegegeld zusammen rund 440.000.
Und diese Zahl wird infolge der demografischen Entwicklung und der
erfreulicherweise steigenden Lebenserwartung in den nächsten Jahren
weiter zunehmen. Es wird daher erforderlich und unumgänglich sein,
bestehende Maßnahmen in diesem Bereich weiterzuentwickeln und
anzupassen. Es wird aber auch notwendig sein, weitere Schritte zu
setzen, um das hohe Niveau des österreichischen Pflegevorsorgesystems
auch in Zukunft zu gewährleisten", erläutert Hundstorfer.
Pflege ist Arbeitsmarkt der Zukunft
Die arbeitsmarktpolitische Komponente von Pflege und Betreuung
darf dabei nicht außer Acht gelassen werden. Pflege- und Betreuung
wird zu einem sehr wichtigen Segment des Arbeitsmarkts der Zukunft
werden. Der Arbeitsbereich der in der Betreuung und Pflege tätigen
Menschen ist ein außerordentlich bedeutender Sektor des
Arbeitsmarktes, der in den letzten Jahren insbesondere auch unter dem
Blickwinkel des steigenden Bedarfes an Betreuungs- und Pflegepersonal
und des Einsatzes ausländischer Betreuungs- und Pflegekräfte an
Bedeutung gewonnen hat",unterstrich Hundstorfer.
"Österreich kann mit Recht stolz auf seine sozialen
Errungenschaften sein. Dennoch darf es keinen Stillstand geben. Es
gilt vielmehr auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige, effektive
und langfristig finanzierbare Pflegevorsorge in Österreich
sicherzustellen, aber auch Lösungen im Interesse einer bestmöglichen
Zufriedenheit der betroffenen Menschen zu finden, die alle Bereiche
des österreichischen Systems der Pflegevorsorge betreffen. Ein
würdevolles, selbstbestimmtes Leben muss für alle - und ganz speziell
für pflegebedürftige - Menschen als Selbstverständlichkeit gesichert
werden. Das Ziel muss sein, eine Pflege- und Betreuungslandschaft,
die die Bedürfnisse aller Beteiligten ausgewogen berücksichtigt, zu
gestalten. Kernelemente sind vor dieser Prämisse ein
zweckorientiertes Pflegegeld sowie ein flächendeckendes
bedarfsorientiertes Angebot von leistbaren ambulanten,
teilstationären und stationären Diensten", skizziert Hundstorfer die
kommenden Herausforderungen.
"Es steht außer Frage, dass allen Gruppen der Gesellschaft jenes
Maß an sozialer Sicherheit gewährleistet werden muss, das es ihnen
erlaubt, möglichst gleichberechtigt am sozialen Leben teilzunehmen.
Dieses Prinzip von Solidarität und Gerechtigkeit liegt dem
Sozialstaat Österreich zugrunde", so der Sozialminister abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Elisabeth Kern, Pressesprecherin des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2247
www.bmask.gv.at
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