• 11.05.2011, 11:13:50
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ARA Jahresbilanz: Verpackungssammlung weiterhin auf Vormarsch - BILD

http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=201105&e=20110511_a&a=event
v.l.n.r. Ing. Werner Knausz (Vorstand ARA), KR Leo Schreiber (Aufsichtsratsvorsitzender ARA) und Dr. Christoph Scharff (Vorstandssprecher ARA)

Wien (OTS) -
- Neue Sammel- und Verwertungsrekorde
- 60.000 zusätzliche Sammelbehälter aufgestellt
- Rohstoffmärkte im Aufwärtstrend
- Tarife gesenkt

"Bei allen wesentlichen Indikatoren verzeichnen wir für 2010 eine
positive Entwicklung", startet ARA Vorstand Dr. Christoph Scharff
seinen Rückblick auf das vorangegangene Geschäftsjahr.

So verbuchte die ARA Altstoff Recycling Austria AG, Österreichs
führendes Verpackungssammelsystem, im vergangenen Jahr einen neuen
Rekord: Insgesamt wurden 835.000 t Verpackungen aus Papier, Glas,
Kunststoff, Metallen und Holz erfasst. Das sind um 1,3% mehr als im
Vergleichsjahr 2009 (824.000 t). Der größte prozentuelle Zuwachs
findet sich bei den Kunststoffverpackungen mit 4,5 %. Auch Papier
(0,6 %) und Glas (0,8 %) verzeichnen Steigerungen, während Metall mit
-0,5 % leicht rückgängig ist.

Zuwachs bei Haushaltssammlung - Burgenland und Vorarlberg an der
Spitze, Wien Qualitätssieger

Die Haushalte trugen mit 504.000 t (2009: 499.000 t) am stärksten
zu diesem Sammelerfolg bei. Das entspricht einem Plus von knapp 1 %
und zeigt, dass trotz des hohen Sammelniveaus noch immer Steigerungen
möglich sind. Das größte Plus, nämlich 1,9 %, erzielten die
burgenländischen Haushalte.

Bei der Pro-Kopf-Sammelmenge aus Haushalten (Verpackungen inkl.
Altpapier) hatten 2010 wieder die Vorarlberger die Nase vorn. Mit
149,6 kg je Einwohner belegen sie den ersten Platz im
Bundesländerranking, gefolgt vom Burgenland (137,3 kg/EW) und der
Steiermark (136,2 kg/EW). Im bundesweiten Durchschnitt sammelte jeder
Einwohner 116,8 kg Verpackungen inkl. Drucksorten getrennt und
erreichte 2010 damit einen Wert, der mit 0,2 % oder 0,2 kg knapp über
dem des Jahres 2009 liegt.

Den höchsten Reinheitsgrad bei der Kunststoffverpackungssammlung
konnte erneut Wien mit lediglich 9,3% Fehlwürfen in der
Plastikflaschensammlung aufweisen.

Die Industrie- und Gewerbesammlung konnte um rund 2% gegenüber
2009 zulegen. Insgesamt 331.000 t Verpackungen wurden in diesem
Bereich erfasst. (2009: 325.000 t.)

Verwertung zu 86 % stofflich

Von den 835.000 t erfassten Materialien wurden 785.000 t
Verpackungen verwertet. Die Differenz ergibt sich aus anderen
Abfällen und Müll. 86 % oder 675.000 t wurden stofflich verwertet.
Durch Recycling wurden diese Verpackungen wieder zu neuen
Verpackungen oder anderen Produkten. 110.000 t wurden als
Ersatzbrennstoff energetisch verwertet.

Dichtes, österreichweites Sammelnetz

Ein Erfolgsfaktor des österreichischen ARA Recycling Systems liegt
in der hoch ausgebauten Sammelinfrastruktur. Die ARA hat auch 2010
wieder rund 60.000 neue Sammelbehälter aufgestellt und damit das
Sammelnetz weiter verdichtet. Bundesweit stehen damit rund 1,5
Millionen Sammelbehälter zur Verfügung, darüber hinaus sind 1,4
Millionen Haushalte an die Sacksammlung mit dem Gelben Sack
angeschlossen.

Österreich auch europaweit an der Spitze laut Umfrage der
Europäischen Kommission

Mit ihrer Sammelleidenschaft sind die ÖsterreicherInnen auch
europaweit an der Spitze: Wie eine kürzlich veröffentlichte
Eurobarometer-Umfrage* der Europäischen Kommission ergab, trennen 97%
der heimischen Bevölkerung ihre Abfälle. Damit liegt Österreich
gleichauf an der Spitze mit Luxemburg, Deutschland und Slowenien und
8 %-Punkte über dem EU-Durchschnitt.

*Flash Eurobarometer, European Commission, "Attitudes of Europeans
towards resource efficiency", March 2011

Klimaschutz und Urban Mining: Gut entsorgt ist gut versorgt

"Es freut mich zu sehen, dass die österreichischen Haushalte wie
auch die Gewerbe- und Industriebetriebe heuer erneut Sammelrekorde
aufgestellt haben und damit unsere Umwelt schützen. Sie leisten damit
einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: 2010 konnten mehr als
620.000 t CO2-Äquivalente durch das Verpackungsrecycling eingespart
werden. Was viele noch unterschätzen: Die Verpackungssammlung ist ein
unverzichtbarer Beitrag zur Ressourcenbasis der österreichischen
Wirtschaft. Unsere Sammelbehälter sind eine wertvolle Rohstoffquelle,
da die ARA zu 95% im Inland verwerten lässt",
erläutert Scharff.

Gestiegene Einnahmen - gesunkene Tarife

"Nach dem Einbruch der Rohstoffmärkte 2008 und 2009 haben sich die
Marktpreise wieder erholt. Diese Vorteile haben wir in Form von
Tarifsenkungen rasch an unsere Kunden weitergegeben", freut sich ARA
Vorstand Ing. Werner Knausz.

Für 2010 verbuchte die ARA Lizenzeinnahmen in Höhe von 180,2 Mio.
Euro (2009: 161,2 Mio. Euro). Dabei spielte vor allem die notwendige
Tarifanpassung im zweiten Halbjahr 2009 zur Sicherstellung der
Entsorgungs- und Entpflichtungsleistungen eine maßgebliche Rolle.
Aber auch die aktuelle Konjunkturerholung mit Zuwächsen unter anderem
im Lebensmittelbereich und im Gewerbe wirkten sich positiv auf die
Einnahmen aus.

"Unser Auftrag als Non-Profit-Unternehmen im Dienst der Wirtschaft
ist es, unseren Kunden nachhaltig günstige Tarife zu bieten. Durch
die Weiterführung unseres umfassenden Sparprogrammes und die
Stabilisierung auf den Rohstoffmärkten waren wir erfreulicherweise
Weise in der Lage, die gewonnenen Preisvorteile seit Jahresbeginn
2011 bereits in zwei Tarifsenkungen einfließen zu lassen", erklärt
Knausz. Zurzeit betragen die durchschnittlichen Lizenzierungskosten
für eine Tonne Verpackungsmaterial 146 Euro/t und liegen damit um
rund 13 % unter dem Vergleichswert 2010.

Unangefochtene Marktführerschaft

Akquisitionen brachten der ARA rund 850 Verträge mit Neukunden.
2010 lizenzierten insgesamt 15.231 Kunden ihre Verpackungen bei der
ARA, die damit unangefochten das führende Verpackungssammelsystem
Österreichs ist. 73 % davon sind österreichische Unternehmen.

Ausblick 2011

Für heuer rechnet die ARA mit Lizenzeinnahmen von 159 Mio. Euro.
Das liegt deutlich unter den Einnahmen 2010 und ist das Ergebnis der
deutlichen Tarifsenkungen mit 1.1.2011 und 1.7.2011.

Die ARA vergibt heuer plangemäß im Wege von Ausschreibungen die
Aufträge für die Sammlung und Sortierung von Leicht- und
Metallverpackungen. Damit nützt die ARA nicht nur den Wettbewerb
unter den Entsorgungsunternehmen, sondern erfüllt auch ihre Zusage
gegenüber der EU Kommission, GD Wettbewerb, Leistungen in einem
wettbewerblichen Verfahren zu vergeben. Besonderen Wert legt die ARA
dabei auch auf die ökologischen Aspekte der Abfalllogistik.
Technische Anforderungen an den Fuhrpark werden somit noch stärker
als in der Vergangenheit in die Bewertung einfließen. "Zum Zuge
kommen werden Unternehmen, die durch ihre Qualität, Zuverlässigkeit
und Effizienz überzeugen. Damit sichert die ARA nicht nur heimische
Wertschöpfung und damit tausende Arbeitsplätze, sondern auch die
nachhaltig günstigsten Tarife für unsere Kunden", so Knausz
abschließend.

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=201105&e=20110511_a&a=event

Fotos und Grafiken finden Sie zum Downloaden auf der Website
www.ara.at

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Christian Mayer (Leiter Kommunikation)
Altstoff Recycling Austria AG
Tel.: 01.599 97-320
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ALT

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