- 11.05.2011, 09:55:33
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"öko&fair ernährt mehr!" für eine zukünftsfähige Welternährung
16. Internationalen Weltladentag, Samstag der 14. Mai
Wien (OTS) - Weltläden sind mehr als reine Verkaufsorte für fair
gehandelte Produkte aus den Ländern des Südens. Sie sind Orte der
Begegnung und des Dialogs. Aktiv setzten sie sich dafür ein, die
Regeln und Praktiken des konventionellen Handels zu ändern. Dieses
Ziel verfolgt auch die aktuelle Kampagne "öko&fair ernährt mehr!"
Kampagne gegen die weltweite Ernährungskrise
In der ersten Maihälfte machen die Weltläden speziell auf die
weltweite Ernährungskrise aufmerksam. Gleichzeitig werden Lösungswege
für KonsumentInnen und PolitikerInnen aufgezeigt. Interessierte sind
eingeladen, tatkräftig für eine Lösung der Ernährungskrise aktiv zu
werden. "Kommen Sie im Weltladen vorbei", lädt Frau Barbara Kofler,
Geschäftsführerin der ARGE Weltläden, ein, "informieren Sie sich über
den Beitrag von öko&fair an der Ernährungssicherung und beteiligen
Sie sich an unserer Unterschriftenaktion."
Petra Navara, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung,
Dachverband der Entwicklungshilfe- und Humanitären Organisationen
betont: "Durch die Wirtschaftskrise wurden die Lebensmittelpreise in
den armen Ländern besonders in die Höhe getrieben. Damit steigt die
Zahl der Hungernden seit Mitte der 90er Jahre wieder an."
"Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig und komplex,
vor allem aber", so Navara, "sind sie in unserer Politik zu finden,
die den Industriestaaten nützt, statt den Hunger zu bekämpfen". Als
Beispiel führt Navara den Anbau von Pflanzen für Agrotreibstoffe für
europäische Autofahrer/innen ins Treffen. "Das Gewicht der
internationalen Handelspolitik müsste auf Lebensmitteln für die
lokale Bevölkerung liegen. Für unsere PolitikerInnen ist aber
hauptsächlich ein liberalisierter Markt wichtig, der europäischen
Gütern einen guten Absatz garantiert, während die lokale Wirtschaft
auf ihren Produkten sitzen bleibt."
AG Globale Verantwortung fordert eine Trendumkehr im Sinne der
Milleniums-Entwicklungsziele
"Ernährung ist als Grundrecht zu verstehen und in allen Programmen
der EZA zu verankern", fordert Petra Navara. "Österreichische und
EU-weite Agrarsubventionen, internationale Handelsbestimmungen und
die Produktion von Agrotreibstoffen müssen dem Recht auf Nahrung
untergeordnet werden."
Näheres zur Ernährungs-Kampagne der Weltläden:
http://www.weltlaeden.at/start.asp?ID=244272
Rückfragehinweis:
Roberta Rastl-Kircher, AG Globale Verantwortung
Tel. 01/ 522 44 22-15,
mobil: 0650 3315 676, email: [email protected]
www.globaleverantwortung.at
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