• 11.05.2011, 09:52:12
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An der FH Campus Wien werden "Neun Monate Bedarfsorientierte Mindestsicherung in Wien" diskutiert

Wien (OTS) - Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung wird in Wien
seit 9 Monaten als Instrument zur Armutsbekämpfung eingesetzt. An die
Reform der Sozialhilfe wurden viele Erwartungen geknüpft. ExpertInnen
des Studiengangs Soziale Arbeit an der FH Campus Wien diskutieren nun
am 19. Mai mit VertreterInnen aus der Praxis über konkrete
Erfahrungen der letzten Monate. Im Mittelpunkt der Veranstaltung
stehen die Fragestellungen "Was hat sich in Hinblick auf
Armutsbekämpfung verändert?" und "Welche konkreten Erfahrungen gibt
es im Arbeitsalltag von SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen?".
Bei Impulsreferaten und in Arbeitskreisen werden gemeinsam Vorschläge
für die Weiterentwicklung der Reform ausgearbeitet. Gabriele Mörk,
Landtagsabgeordnete des Gemeinderatsausschusses für Gesundheit und
Soziales, steht danach für Rückmeldungen und Diskussion zur
Verfügung.

Die Anzahl der Personen in Sozialhilfe ist österreichweit seit dem
Jahr 1998 um 92.300 Personen (plus 70%) angestiegen. Gründe dafür
sind prekäre Jobs, nicht-existenzsichernde Notstandshilfeleistungen,
Arbeitslosigkeit, psychische Erkrankungen und hohe
Lebenshaltungskosten beim Wohnen. Daten aus Wien zeigen, dass für die
große Mehrheit der SozialhilfebezieherInnen die Sozialhilfe eine
kurzfristige Überbrückungshilfe darstellt. Das Ziel, durch die Reform
den Zugang zur Mindestsicherung für potentiell Anspruchsberechtigte
zu erleichtern, wurde nur zum Teil erfüllt. "Wir wollen die
Veranstaltung als Plattform nutzen, Erfahrungen auszutauschen und
Verbesserungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Die neue Mindestsicherung
ist im Wesentlichen die alte Sozialhilfe. Sie ersetzt nicht die
Sozialhilfe, sondern baut sich in das bestehende System der neun
Bundesländerregelungen ein. Es wird weiter neun verschiedene
Standards geben. In den meisten Punkten bleibt die Ausgestaltung
zentraler Elemente den Landesgesetzgebern bzw. den
Vollzugsrichtlinien der Behörden überlassen. Es gibt Verbesserungen
und Verschlechterungen gleichzeitig.

Verschlechterungen beim Wohnen, Verbesserungen durch die
Einführung der e-Card, die es BezieherInnen ermöglicht, Arztbesuche
ohne Stigmatisierung zu erleben," betont Martin Schenk, Sozialexperte
und Lehrender an der FH Campus Wien.

FH Campus Wien

Die FH Campus Wien besteht in der heutigen Form seit 2002 und
erhielt den Status "Fachhochschule" im Sommer 2004. Mit 3.500
Studierenden ist die FH Campus Wien die größte FH in Wien und eine
der größten Fachhochschulen österreichweit. In den Departments
"Applied Life Sciences ", "Technik", "Bautechnik",
"Gesundheit","Soziales" und "Public Sector" steht den Studierenden
ein Angebot an rund 40 Bachelor- und Masterstudiengängen sowie
Masterlehrgängen zur Auswahl. Die FH Campus Wien arbeitet
insbesondere mit der Universität Wien, der Universität für
Bodenkultur, der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der
Technischen Universität Wien zusammen. Die Gesundheits-Studiengänge
werden in Kooperation mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV)
geführt. "Public Management" wurde in Kooperation mit dem
Bundeskanzleramt, "Tax Management" mit dem Bundesministerium für
Finanzen entwickelt. Zahlreiche F&E-Projekte der Studiengänge und
externe Auftragsforschung werden über eigene Forschungsgesellschaften
abgewickelt. Die FH Campus Wien ist mit Unternehmen, Organisationen
und öffentlichen Einrichtungen ebenso vernetzt wie mit
PartnerInnen-Schulen aus BHS und AHS.

www.fh-campuswien.ac.at

Rückfragehinweis:

FH Campus Wien
   Mag.a Christina Badelt 
   Unternehmenskommunikation
   Favoritenstraße 226, 1100 Wien
   T: +43 1 606 68 77-6403
   [email protected]
   www.fh-campuswien.ac.at

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