OTS0263   10. Mai 2011, 16:18

Bundesministerin Heinisch-Hosek: "Österreich kann in der EU unglaublich viel bewegen"

Bundesministerin besuchte anlässlich des gestrigen Europatages ihre ehemalige Schule


Rund um den Europatag kehren im Rahmen der Initiative
"Europa an Deiner Schule" österreichische Politikerinnen und
Politiker, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Europäischen
Institutionen, der Österreichischen Vertretung in Brüssel und der
Interessenvertretungen zurück an ihre ehemaligen Schulen. Dort
berichten sie über ihren Arbeitsalltag und ihre Erfahrungen mit
Europa. Heuer nahm auch Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek an
diesem Projekt teil.

"Heute am 9. Mai ist Europatag. Mit diesem Tag erinnert die
Europäische Union an die Erklärung des französischen Außenministers
Robert Schuman im Jahre 1950, die den Anstoß zur Schaffung der
Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, der Vorläuferin der
heutigen Europäischen Union, gegeben hat", erklärte Bundesministerin
Gabriele Heinisch-Hosek gestern, Montag, bei einem Besuch bei
Schülerinnen und Schülern einer 4. Klasse der Schwerhörigenschule in
Wien, an der sie selbst 18 Jahre lang unterrichtet hatte.

"Ich habe sehr oft gesehen, dass es nicht allen Kindern und Eltern
gleich gut geht. Einigen geht es viel besser als anderen. Wenn beide
Elternteile arbeiten, ist oft mehr Geld da, doch manche haben gar
keine Arbeit. Ich möchte ein Stück dazu beitragen, dass es allen
gleich gut geht. Dafür etwas zu tun, das hat mich motiviert, mich
politisch zu engagieren", antwortete die Ministerin auf die Frage
einer Schülerin zu ihren Beweggründen, in die Politik zu gehen. Es
sei die Aufgabe der Politik, daran zu arbeiten, dass Menschen - vor
allem auch Kinder - Rahmenbedingungen vorfänden, die ihnen eine
positive Lebensentwicklung ermöglichten.

So gäbe es beispielsweise noch immer Ungleichbehandlungen zwischen
Frauen und Männern, die es zu beseitigen gelte. Gerade junge Mütter
seien oftmals besonders von Lohnunterschieden zwischen Männern und
Frauen betroffen. "In Österreich beträgt diese Lohn- und
Einkommensschere zwischen 20 und 40 Prozent. Dazu kommt, dass sich
viele Frauen auch nach wie vor für vermeintlich 'typische'
Frauenberufe wie Friseurin oder Verkäuferin entscheiden, die häufig
wesentlich schlechter bezahlt sind", so die Ministern. Die
Österreichische Bundesregierung hätte bereits einige Maßnahmen
gesetzt, um hier gegenzusteuern. Im Unterschied zu Österreich gäbe es
aber in der EU beispielsweise noch kein Gender Budgeting: "Wir achten
beim Budget darauf, ob die finanziellen Mittel den Frauen und Männern
gleichermaßen nutzen", betonte die Ministerin. Die
geschlechtergerechte Verteilung der öffentlichen Mittel könne ein
Schlüssel zur Verwirklichung der tatsächlichen Gleichstellung von
Frauen und Männern werden.

Auf die Frage, welche Möglichkeiten die Europäische Union für Kinder
und Jugendliche bereitstelle, erläuterte Heinisch-Hosek, dass die
Europäische Union sich nachdrücklich für die Rechte von Kindern
einsetze, und dass die EU dazu eine Vielzahl an unterschiedlichsten
Angeboten und Maßnahmen bereithielte. Gerade im Bildungsbereich könne
die EU viele Projekte vorweisen. So gäbe es neben unterschiedlichen
Austauschprogrammen für Lehrlinge etwa auch eine Reihe an
Fördermaßnahmen im Hochschulbereich, wie beispielsweise das Erasmus-
oder das 'Leonardo da Vinci'-Progamm.

"Wir sind Mitglied dieser Union und damit Teil des Ganzen. Es gibt
viele Bereiche in denen Österreich innerhalb der Europäischen Union
Vorbildwirkung hat. Und genau deshalb ist es wichtig, Teil dieser
Europäischen Union zu sein, denn Österreich kann in der EU
unglaublich viel bewegen", sagte die Ministerin.

Die Schülerinnen und Schüler nutzten neugierig die Gelegenheit,
Einblick in die Arbeit der Europäischen Union, in das politischen
System Österreichs und nicht zuletzt auch in den Tagesablauf einer
Ministerin zu bekommen. Die Bundesministerin nahm dieses rege
Interesse spontan zum Anlass, die Schulklasse noch vor den
Sommerferien auf eine Führung durch die Räumlichkeiten der
Bundesministerin einzuladen. "Ich freue mich jetzt schon auf Euren
Besuch und auf ein neuerliches spannendes Zusammentreffen", so die
Ministerin abschließend.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes unter http://fotoservice.bundeskanzleramt.at
kostenfrei abrufbar.

Weitere Informationen über die Initiative "Europa an Deiner Schule",
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die besuchten Schulen, Fotos
sowie nützliche Links und Informationen rund um Europa werden laufend
auf der Europa-Website der Bundesregierung unter www.zukunfteuropa.at
veröffentlicht.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0263 2011-05-10 16:18 101618 Mai 11 NBU0005 0650



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Rückfragehinweis: Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149,
0664/610 62 76
julia.valsky@bka.gv.at

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