- 10.05.2011, 14:43:10
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Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund ...
Respektvoller Umgang, gewaltfreies Training und Grundschulung statt Verniedlichung oder Diskriminierung
Wien (OTS) - Hunde sind zur Massenware geworden und über dubiose
Kauf-Portale oder Zeitungsannoncen zum Schleuderpreis zu haben. Sie
werden als "Schmusetiere" oder Statussymbole angeschafft und
funktionieren sie nicht so, wie Frauchen oder Herrchen das gerne
hätten, landen sie auf der Straße bzw. im Tierheim. Kommt es zu
Beißvorfällen, ist man schnell mit der Bezeichnung "Problemhund" zur
Hand.
Mag. Alexander Willer, Kampagnenleiter des Wiener
Tierschutzvereins: "Es gibt keine geborenen 'Problemhunde'.
Problematisch ist hingegen der Zugang vieler Menschen zum Hund.
Gerade im Zusammenleben zwischen Kindern und Hunden sind Konflikte
vorprogrammiert, wenn es an der nötigen respektvollen Einstellung
fehlt."
"Hunde sind kein Spielzeug, das man zwangsstreichelt, reitet,
durch den Garten jagt oder herumkommandiert, sondern sensible
Lebewesen mit Eigenarten und Bedürfnissen", so Willer. "Die
vierbeinigen Freunde können viel zur sozialen und empathischen
Entwicklung von Kindern beitragen, sofern die Eltern die Hunde in den
Familienverband verantwortungsbewusst integrieren, nicht aber
Dauerstress aussetzen. Denn dann kann der freundlichste Hund zur
Gefahr für sich und seine Umwelt werden."
"Ein ganz wichtiger Bestandteil zum harmonischen Miteinander",
erklärt WTV-Hundetrainerin Sabine Koch, "ist eine gewaltfreie
Erziehung der Hunde. Der Befehlston hat ausgedient, die Partnerschaft
mit dem Hund ist angesagt. Hunde senden mittels Körpersprache
wichtige Signale über ihren Gemütszustand. Diese Grundkommunikation
gilt es zu erlernen, ehe man sich überhaupt für einen Hund
entscheidet."
"Ein Verbot oder die Diskriminierung einzelner Hunderassen löst
nichts, verhindert keinen Beißvorfall, sondern heizt die Situation
nur weiter an. Konstruktive Ansätze müssen her! Der Wiener
Tierschutzverein begrüßt daher die in der Steiermark angestrebte
Lösung, wonach jede/r, die/der sich einen Hund neu anschafft, eine
Art Grundschulung durchlaufen muss. Das ist ein richtiger Schritt zum
konfliktfreien Zusammenleben von Mensch und Hund", so Willer
abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Alexander Willer, 0699/ 1660 40 30
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