- 10.05.2011, 11:49:12
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VIER PFOTEN rät: Jungen Wildtieren helfen, aber richtig
Wien (OTS) - Immer wieder werden vermeintlich verwaiste Jungtiere,
die eigentlich keine menschliche Hilfe benötigen, in
Wildtierstationen oder in lokalen Tierheimen abgegeben. In den
meisten Fällen ist die "Rettung" von Wildtierbabys jedoch völlig
unnötig.
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN rät daher: "Bei in Not
vermuteten Jungtieren muss in jedem Fall der Fundort genau
begutachtet werden, um sicher zu stellen, dass das Tier keiner Gefahr
ausgesetzt ist", so VIER PFOTEN-Geschäftsführerin Johanna Stadler.
Findet man ein Jungtier in der Nähe seiner toten Mutter, so ist
eindeutig, dass es Hilfe benötigt. Findet man jedoch ein vermeintlich
allein zurück gelassenes Tier, das unverletzt ist, so ist ein
Eingreifen meist nicht erforderlich. Das Muttertier ist dann in der
Nähe und wartet nur darauf, zu seinem Kind zurückkehren zu können.
Ebenso wenig benötigen flügge werdende Jungvögel, sogenannte
Ästlinge, die scheinbar hilflos auf dem Boden sitzen, unsere Hilfe,
außer sie sind verletzt, oder offensichtlich verwaist. In solchen
Fällen sind die Tiere bei einem fachkundigen Tierarzt oder in einer
Wildtierstation am besten aufgehoben. Von einer Mitnahme sowie der
eigenhändigen Versorgung sollte jedoch unbedingt abgesehen werden.
"Ist man sich über die Not eines wilden Jungtieres nicht im
Klaren, so sollten immer Experten, beispielsweise einer
Wildtierstation, zu Rate gezogen werden. Diese können meist schon am
Telefon Auskunft darüber geben, ob ein Tier Hilfe benötigt oder
nicht", so Stadler. "Ansonsten kann eine gut gemeinte "Rettung" für
das Tier zum Verlust seiner Familie und seiner Freiheit führen."
VIER PFOTEN unterstützt die EGS Österreich - Eulen- und
Greifvogel-Station Haringsee. Weitere Informationen dazu unter
http://www.ots.at/redirect/Greifvogelstation
Rückfragehinweis:
Johanna Stadler
0664/122 1051
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