- 10.05.2011, 11:22:40
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Forschungsinfrastruktur: Aufgrund von Geldmangel und ineffizienter Nutzung droht Qualitätsverlust in der Forschung
Rat für Forschung und Technologieentwicklung lädt zu Workshop und gründet Plattform "FTI-Infrastruktur" zur verbesserten Abstimmung künftiger Forschungsinfrastrukturvorhaben
Wien (OTS) - Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung
veranstaltet heute, 10. Mai, am "Institute of Molecular Pathology"
(IMP) einen Workshop zum Thema "Forschungsinfrastruktur".
Dieser hat als Hauptthema eine stärkere Vernetzung der
Infrastrukturbetreiber in Wissenschaft und Wirtschaft und ist
gleichzeitig als Auftakt-Veranstaltung einer "Plattform
FTI-Infrastruktur" zu sehen, die zur strategischen Unterstützung von
Forschungsinfrastrukturmaßnahmen eingerichtet wird. "Erhebungen des
Forschungsrates haben ergeben, dass in den kommenden Jahren (bis
2014) Neu-Investitionen in die Forschungsinfrastruktur von ca. 250
Mio. Euro jährlich erforderlich sind, um konkurrenzfähig zu sein und
den Status quo zu erhalten (davon ca. 60 Prozent öffentliche
Finanzierung). Entsprechende Abstimmungen hinsichtlich gemeinsamer
Nutzungen sowie der Finanzierung sind folglich unumgänglich",
erläutert Rektor Prof. Dr. Peter Skalicky, stellvertretender
Vorsitzender der Forschungsrates, die Notwendigkeit einer künftig
verbesserten Koordinierung von FTI-Infrastrukturmaßnahmen.
Ziel sämtlicher Initiativen im Bereich Forschungsinfrastruktur ist
die bestmögliche nationale Abstimmung künftiger
FTI-Infrastrukturvorhaben. In mehreren Arbeitsgruppen werden daher
bis 2012 Modelle und daraus folgende Empfehlungen für effizienten
Mitteleinsatz, ausgearbeitet. Univ.-Prof.in Dr.in Renée Schroeder,
Mitglied im Forschungsrat und hier auch zuständig für das Thema
"Forschungsinfrastruktur", weist in diesem Zusammenhang darauf hin,
dass "75 Prozent der Forschungsinfrastrukturen ausschließlich von
jener Organisation, die die Infrastruktur betreibt, genutzt werden,
mit der Folge zu geringer Auslastung vorhandener Ressourcen - ein
Umstand, der durch Kooperationen sicher zu verbessern ist."
Den Auftakt der heutigen Veranstaltung des Forschungsrates bildet ein
Vortrag von Hans Sünkel (Rektor der TU-Graz und Vorsitzender der
Universitätenkonferenz-Uniko), zum Thema "Forschungsinfrastrukturen
als strategische Investitionen für Hochschulen". Anschließend spricht
Andreas Tiran, Leiter der Campus Support Facility am Campus Vienna
Biocenter, über "Innovative Wege der Bespielung von
Forschungsinfrastruktur", und Günter Burkert, Leiter der Abteilung
Forschungspolitik des Bundesministerium für Wissenschaft und
Forschung (BMWF), widmet sich der "Strategischen Bedeutung von
Großforschungsinfrastrukturen aus der Sicht des BMWF".
Anschließend werden auf Basis der vom Forschungsrat beauftragten
Studie zur "Erhebung der österreichischen Forschungsinfrastruktur" in
mehreren Arbeitskreisen die Themen "Kosten und Finanzierung",
"Standorte und Profilbildung" sowie "Kooperationen" bearbeitet.
Bestehende und neue Modelle für einen effizienten Ausbau und Betrieb
von Forschungsinfrastrukturen werden diskutiert.
Rückfragehinweis:
DI Dr. Ludovit Garzik
Geschäftsführer des Rates für Forschung und Technologieentwicklung
Tel. +43 1 713 1414
E-Mail: [email protected]
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