OTS0214   9. Mai 2011, 13:38

FPÖ-Schwarz-Klement: Alarmierende Zunahme an Hörbehinderten

Stadt Wien wehrt sich gegen barrierefreie Maßnahmen und Prävention - Gesundheitskosten werden langfristig steigen!


Die Behindertensprecherin der FPÖ-Wien, Brigitte
Schwarz-Klement, warnt vor der Zunahme an Gehörschädigungen.
Mindestens 350.000 Hörbehinderte gibt es alleine in der
Bundeshauptstadt - Tendenz steigend. Vor allem Jugendliche würden
durch ihr Musikkonsumverhalten ihre Gesundheit aufs Spiel setzen und
könnten bereits im Alter von 50 Jahren völlig gehörlos sein, warnen
zahlreiche Studien. Mittlerweile hört jeder vierte Jugendliche
schlecht.

In diesem Zusammenhang kritisiert die freiheitliche
Behindertensprecherin die Stadt Wien, welche durch ihre Untätigkeit
im Bereich der Prävention aufgefallen ist. "Es gibt Diskotheken und
andere Lokalitäten, wo die Grenzwerte der erlaubten Musikstärke (85
Dezibel) bei weitem überschritten wird. Hier müßte der Gesetzgeber
eingreifen", fordert Schwarz-Klement. Auch bei Musikgeräten,
sogenannten " iPods", müßten neue Standards festgelegt werden, da
auch diese bei überlautem Gebrauch Gehörschädigungen verursachen.
Hörbehinderung würde langfristig zu einer Vereinsamung der
betroffenen Personen führen, da diese Schwierigkeiten hätten, sich
auf den Gesprächspartner zu konzentrieren. Schwarz-Klement warnt auch
davor, daß in Zukunft die Gesundheitskosten aufgrund dieser
Schädigungen exorbitant ansteigen würden, was den Steuerzahler noch
mehr belasten täte.

Auch kritisiert Schwarz-Klement, daß die Stadt Wien keine Schritte
setzt, um jenen Betroffenen, welche bereits Gehörschädigungen haben,
das Leben zu erleichtern. "So hätte man zum Beispiel bei der
Sanierung diverser Theatergebäude, darunter die Urania und das
Ronacher, auf Induktionsanlagen setzen können. Mit diesen
preisgünstigen Drahtwindungen wäre es möglich gewesen, daß Menschen
mit Innenohrgeräten barrierefrei leben könnten. Hörbehinderte würden
damit ins kulturelle Leben eingebunden. Wünschenswert wären diese
Anlagen auch in öffentlichen Einrichten, wie Banken oder Bahnhöfen
und anderen", so die Behindertensprecherin.

"Der zuständige Stadtrat Ludwig lehnt bis dato diese kostengünstigen
Einrichtungen der Induktionsanlagen zum Leidwesen der Hörbehinderten
ab, da sein Technikverständnis vor 20 Jahren stehen geblieben ist",
bedauert Schwarz-Klement, die dem Stadtrat empfiehlt, sich auch mit
Fachleuten zusammensetzen und die Problematik der Hörbehinderung
ernst zu nehmen. "Obwohl die Freiheitlichen seit mehreren Jahren auf
diese Problematik hinweisen und auch diverse Medien ihre Beiträge
dazu geleistet haben, reagierte die Wiener Stadtregierung darauf
nicht", so Schwarz-Klement abschließend. (Schluss)paw

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0214 2011-05-09 13:38 091338 Mai 11 NFW0005 0343



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