• 09.05.2011, 11:51:31
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Senatsvorsitzende: Minister Töchterle bringt neue Chance für Universitäten

Appell an den neuen Minister, die universitäre Lehramtsausbildung zu stärken

Wien (OTS) - Die Senatsvorsitzenden der Österreichischen
Universitäten haben sich am 6. Mai 2011 zu einer Sitzung an der
Universität Wien versammelt. Sie freuen sich, dass das
verantwortungsvolle Amt des Bundesministers für Wissenschaft und
Forschung dem Rektor einer österreichischen Universität anvertraut
wurde. Sie betrachten es als Chance und sprechen ihm dazu ihre
Glückwünsche aus.

Gleichzeitig erinnern sie den neuen Bundesminister daran, welche
Überzeugungen er bisher vertrat und welche Forderungen er immer an
die Bundesregierung gestellt hat. Gemeinsam mit seinen
AmtskollegInnen hat er wiederholt die sich abzeichnende dramatische
finanzielle Lage der Universitäten betont. Auch den Appell, dass die
Universitäten für 2013 bis 2015 um 300 Millionen Euro pro Jahr mehr
Geld brauchen, um auch nur den laufenden Betrieb zu erhalten, hat er
mitformuliert und zum eigenen Anliegen gemacht. Die Summe wurde aus
konkreten Zahlen und Kostenstellen genau berechnet. Dass der jetzt
beschlossene Finanzrahmen dennoch nur marginale Erhöhungen vorsieht,
ist daher ein höchst beunruhigendes Signal. Es lässt reale
Budgetkürzungen von mindestens 7 bis 8 Prozent befürchten, bei einem
Anwachsen der Inflation und einer Erhöhung der Studierendenzahlen
sogar ca. 10 Prozent So wird ein Rückbau des Leistungsangebots
unumgänglich.

Die Senatsvorsitzenden erinnern den neuen Bundesminister auch daran,
dass es ihm - als Altphilologen - immer ein zentrales Anliegen war,
die LehrerInnenausbildung der Sekundarstufen I und II auf
Magisterniveau unter die Oberhoheit der Universitäten zu stellen. Es
geht darum, die Bildung unserer Kinder nach internationalen Standards
zu sichern und zu sorgen, dass die besten FachexpertInnen dafür die
Verantwortung tragen. Die Erfüllung dieser Aufgabe droht aber daran
zu scheitern, dass die notwendigen Mittel fehlen und die Aufwertung
der Pädagogischen Hochschulen zu "Pädagogischen Universitäten" als
angeblicher Königsweg begrüßt wird.

Wir appellieren daher an den neuen Bundesminister: Verfolgen Sie Ihre
früheren Forderungen weiter, sorgen Sie für die Behebung der akuten
Unterfinanzierung und eine verbesserte internationale
Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Universitäten und erhalten
Sie die LehrerInnenausbildung an der Alma Mater!

Kontakt:
O. Univ.-Prof. Dr. Helmut Fuchs
Sprecher der Vorsitzenden der
Senate der Österreichischen Universitäten
T +43-1-4277-346 41
M +43-664-60277-346 41
[email protected]

Rückfragehinweis:
Universität Wien, Pressesprecherin,
Mag. Cornelia Blum
Tel.: +43-1-4277-100 12, M +43-664-602 77-100 12
mailto:[email protected]
www.univie.ac.at

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