OTS0041   8. Mai 2011, 14:43

7.000 Besucher/innen bei der Befreiungsfeier in Mauthausen

Gegen rechtsextreme Netzwerke auftreten


Die Nationalsozialisten überzogen in ihrer nur
12 Jahre währenden Herrschaft Europa mit einem engmaschigen Netzwerk
des Terrors, um ihre Diktatur des Hasses und des Rassenwahns zu
festigen. Daran und das dies kein singuläres, abgeschlossenes Kapitel
der Geschichte war, erinnern die diesjährigen Gedenkfeiern in
Erinnerung an die Befreiung Europas von der NS-Diktatur vor 66
Jahren.

Bei der heutigen Internationalen Befreiungsfeier in der
KZ-Gedenkstätte Mauthausen betonte Willi Mernyi, der Vorsitzende des
Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) vor den anwesenden rd. 10.000
Gästen aus aller Welt, wie wichtig ist zu erkennen, was damals
geschah und welcher Auftrag der heutigen Gesellschaft daraus
erwächst: "Das Netzwerk des Terrors der Nazis konnte nur
funktionieren, weil es auch ein informelles Netzwerk von Mitläufern
und Mittätern gab. Die Beschäftigung mit diesem Aspekt führt uns
unweigerlich zur Frage von Zivilcourage und zur Frage von Engagement
gegen rechtsextreme Netzwerke."

Vor einigen Tagen wandten sich die Überlebenden-Organisationen
Comité International de Mauthausen und Österreichische
Lagergemeinschaft Mauthausen sowie das MKÖ an die politische Spitze
des Landes, um ein konsequentes Vorgehen gegen die zunehmenden
rechtextremistischen Straftaten zu fordern. So sind bis heute die
Schändungen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen sowie zahlreiche weitere
Gesetzesübertretung unaufgeklärt.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0041 2011-05-08 14:43 081443 Mai 11 MHK0001 0211



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Rückfragehinweis: Willi Mernyi,
MKÖ-Vorsitzender
Tel.: 0664-103 64 65

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