• 07.05.2011, 08:00:15
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"profil": Josef Hartmann: Kirche "will die Wahrheit vergraben"

Groer-Opfer attackiert auch Klasnic-Kommission

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" wirft Josef Hartmann, der
als Missbrauchsopfer Hans Hermann Groers 1995 die "Causa Groer" ins
Rollen brachte, der katholischen Kirche vor, sich seither "in der
Substanz" nicht geändert zu haben. Zwar würden katholische
Würdenträger heute in Sachen sexuellem Missbrauch anders auftreten
als zuvor, das aber sei der "Erfolg von PR-Beratungen", so Hartmann.
Man habe sich "ein neues Mäntelchen" umgehängt, tatsächlich aber
wolle die Kirche "die Wahrheit vergraben". Hartmann: "Das sind meine
Lieblingsausdrücke: verstorben, verjährt, vergraben."

Die "unabhängige Opferschutzkommission" (Klasnic-Kommission)
arbeite "im Interesse der Kirche und des Staates, um das Thema
möglichst schnell und möglichst billig vom Tisch zu bekommen". Eine
ehrliche Aufarbeitung sei in Österreich kaum möglich. Das beweise
auch seine eigene Causa, die bis heute nicht wirklich aufgearbeitet
worden sei, so Hartmann im "profil"-Interview. Unter anderem habe das
dazu geführt, dass es bis heute kaum möglich sei, mit seinem Namen
Arbeit zu finden.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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