- 06.05.2011, 12:46:34
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Stöger: Österreich bei Neugeborenen-Screenings weltführend
45 Jahre Neugeborenen-Screening - Gesundheitsministerium investiert in Kindergesundheit
Wien (OTS/SK) - Österreich ist im Bereich des
Neugeborenen-Screenings und damit bei der Früherkennung von
angeborenen Stoffwechselkrankheiten und hormonellen Störungen bei
Säuglingen weltführend. Das betonte Gesundheitsminister Alois Stöger
am Freitag bei einer Pressekonferenz in der Universitätsklinik für
Kinder- und Jugendheilkunde des AKH Wien. "Wir haben damit vielen
Kindern Krankheiten erspart und Belastungen genommen", so Stöger. Der
Gesundheitsminister bekräftigte, es sei wichtig, weiter in die
Kindergesundheit zu investieren. ****
"Es ist ganz wichtig, in Österreich die Kindergesundheit zu stärken",
betonte Gesundheitsminister Stöger bei der Pressekonferenz mit dem
Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz, dem Leiter der
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Arnold Pollak,
und den Neugeborenen-Screening-Experten David Kasper und Kurt
Herkner. Die 45-jährige Erfolgsgeschichte des Neugeborenen-Screening
habe Österreich in diesem Bereich weltführend gemacht.
Jährlich werden 78.000 Neugeborene aus ganz Österreich untersucht.
Dazu reicht eine geringe Blutabnahme durch einen Fersenstich. "Das
Gesundheitsministerium sichert durch den Mutter-Kind-Pass, dass das
Blut überhaupt abgenommen wird", so Stöger. Mit dem Verfahren können
über 30 Erkrankungen frühzeitig diagnostiziert werden. Immerhin eines
von 800 Kindern ist von einer dieser Krankheiten betroffen. Mit dem
Neugeborenen-Screening konnte erreicht werden, dass einige
Krankheiten heute nicht mehr existieren.
Rektor Schütz betonte, dass Österreich das einzige Land sei, in dem
alle Neugeborenen mit einer einheitlichen Methode gescreent werden.
Ohne das Verfahren wären viele Kinder irreversibel geschädigt.
Jährlich werden bei 110 bis 130 Babys Probleme rechtzeitig erkannt,
insgesamt bei bisher über 2.400 Kindern.
Das Verfahren wird laufend weiter entwickelt. Derzeit wird in einem
Großprojekt für die Entwicklung neuer Verfahren zur Erkennung von
Enzymaktivitäten bei Lysosomalen Speicherkrankheiten geforscht. Das
Gesundheitsministerium unterstützt dieses Projekt mit 620.000 Euro.
Nach der Pressekonferenz besichtigte Gesundheitsminister Stöger das
zuständige Labor in der Universitätsklinik für Kinder- und
Jugendheilkunde. (Schluss) pep/bj
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