- 05.05.2011, 12:10:31
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FVMI: Kraftstoffverbrauch wieder im langjährigen Trend
Kerosin- und Dieselverbrauch steigen im 1. Quartal 2011 deutlich
Wien (OTS) - Die Entwicklung beim Kraftstoffverbrauch entspricht
wieder dem langjährigen Trend vor der Finanz- und Wirtschaftskrise.
So ergibt die Marktschätzung des Fachverbandes der Mineralölindustrie
(FVMI) ein Plus von 2,8 % bei Diesel und ein leichtes Minus von 1,1
% bei Benzin. Insgesamt entspricht dies einem steigenden Verbrauch um
1,9 % gegenüber dem 1. Quartal 2010 und somit einem Absatz von Benzin
und Diesel von ca. 1,8 Millionen Tonnen. Die Erholung der Wirtschaft
macht sich jedoch vor allem beim Flugturbinentreibstoff bemerkbar. So
wuchs der Verbrauch im Quartalsvergleich 2010/11 um 13,3 % auf
172.000 Tonnen an.
Dieselverbrauch steigt - Benzinverbrauch sinkt
Der Aufwärtstrend bei Dieselkraftstoff, der im Vorjahr nach zwei
rückläufigen Jahren wieder eingesetzt hat, ist auch im 1. Quartal
2011 ungebremst: Mit etwas über 1,4 Millionen Tonnen Verbrauch (rund
1,7 Milliarden Liter) seit Jahresanfang bedeutet das ein Plus von 2,8
% im Vergleich zum 1. Quartal 2010.
Bei Benzin ist seit Jahren ein kontinuierlich abnehmender
Verbrauch zu beobachten, ein Minus von 1,1 % gegenüber dem
Vorjahresquartal auf etwa 390.000 Tonnen (520 Millionen Liter)
bestätigt diesen langfristigen Trend. Wurden 2007 noch 1,97 Millionen
Tonnen Benzin im Jahresverlauf abgesetzt, waren es 2008 nur mehr 1,84
Millionen Tonnen und im Vorjahr 1,82 Millionen Tonnen: Das entspricht
einem Rückgang von rund 7,5 % in drei Jahren.
Grundsätzlich entspricht das derzeitige Marktverhalten der
Konsumenten wieder der Zeit vor der Wirtschaftskrise. Aufgrund der
Erhöhung der Mineralölsteuer zu Jahreswechsel wird in erster Linie
der Staat durch Zusatzeinnahmen profitieren. Die österreichweit
sinkende Tendenz beim Benzinverbrauch wurde durch das Chaos rund um
die Einführung von E10 in Deutschland im westösterreichischen
Grenzraum abgeschwächt.
Bundesländer im Vergleich
Beim Vergleich des Verbrauchs nach Bundesländern zeigen die
letzten vier Jahre, dass beim österreichischen Benzinverbrauch
Oberösterreich (2010: 19,6 % am heimischen Gesamtverbrauch) und
Niederösterreich (2010: 18,8 %) konstant an der Spitze liegen.
Während Niederösterreich dem nationalen Abwärtstrend folgt, ist bei
Oberösterreich die entgegen gesetzte Richtung zu beobachten: Im
Vergleich zu 2007 ist in Oberösterreich der Benzinverbrauch 2010 um
rund 3,5 % gestiegen. Den geringsten Verbrauch an Ottokraftstoffen
vermelden regelmäßig die beiden bevölkerungsmäßig kleinsten
Bundesländer Vorarlberg (2010: 5,3 %) und Burgenland (2010: 4,2 %).
Auch beim Dieselverbrauch lässt sich ein ähnliches Bild feststellen:
Die größten Verbraucher sind Oberösterreich (2010: 20,4 %) und
Niederösterreich (2010: 18,8 %), gefolgt von Tirol (2010: 13,9 %)
und Wien (2010: 13 %). Mit 1,27 Millionen Tonnen Diesel verbrauchte
Oberösterreich 2010 mehr als die Bundesländer Salzburg (2010: 8,7 %),
Kärnten (2010: 4,5 %) und Vorarlberg (2010: 4,8 %) zusammen. Eine
Erholung von der Wirtschaftskrise ist in fast allen Bundesländern
deutlich sichtbar. Mit Ausnahme von der Steiermark und Kärnten liegt
der Jahresverbrauch 2010 überall über dem Verbrauch von 2009,
allerdings haben nur fünf von neun Bundesländer im Vorjahr das Niveau
von 2007 erreicht oder übertroffen.
Über den FVMI
Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite
Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als
gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und
Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die
Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren
(midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien
verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).
Rückfragehinweis:
Rückfragen richten Sie bitte an: Pressestelle Fachverband der Mineralölindustrie ikp Wien GmbH Daniel Pinka Liechtensteinstraße 12/10, 1090 Wien Tel.: +43 1 5247790-20 Email: [email protected]
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