• 05.05.2011, 10:34:24
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Ende der Entenjagd im Gesundheitsministerium in Sicht!

Minister Stöger ist mit dem Wiener Tierschutzverein im Gespräch für eine konkrete Lösung

Wien (OTS) - Der Innenhof des Gesundheitsministeriums ist schon
seit Jahren eine beliebte Brutstätte für ein paar Entenfamilien.
Diese geglaubte Zufluchtsstätte für Enten entpuppt sich jedoch als
tödliche Falle für diese Tiere. Der Wiener Tierschutzverein begrüßt
daher die Reaktion des Gesundheitsministers Alois Stöger, der nun
persönlich verhindern möchte, dass weiterhin Entenkücken im Innenhof
des Ministeriums sterben.

"Jede neu erbaute Bar am Donaukanal verdrängt unzählige Tiere aus
ihren letzten Lebensräumen." beschreibt die Präsidentin des Wiener
Tierschutzvereins Dr. Madeleine Petrovic die Ursache dieser
Problematik. So mussten auch die Enten des Hermann Parks der
Strandbar Hermann weichen. Ihr Lebensraum wurde so dramatisch
verkleinert, dass Sie in die Stadt auswichen und letztendlich
landeten einige von ihnen im begrünten Innenhof des
Gesundheitsministeriums. "Doch für die jährlich schlüpfenden, noch
flugunfähigen Entenkücken wird der Innenhof zum unüberwindbaren
Gefängnis, in dem sie qualvoll verhungern und verdursten, wenn sie
nicht, wie alljährlich, übersiedelt werden." beklagt Petrovic.

Bundesminister Stöger und der Wiener Tierschutzverein sind sich
einig. Es muss dringend verhindert werden, dass die Enten an diesem
geglaubten Zufluchtsort ihre Eier legen. "Denn die jährlichen
Rettungsaktionen, Übersiedelungen der Enten in geeignete Lebensräume,
sind keine langfristige Lösung. So freigewordene ökologische Nischen
werden sehr schnell von neu zugewanderten Tieren gefüllt." betont
die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins.

"So sollte der Innenhof des Ministeriums künftig besser mit ein
paar Bäumchen oder Blumenbeeten geschmückt werden. Die dichten Büsche
allerdings, als ideale Brutplätze, sollten die letzten Grünbereiche
des Donaukanals, insbesondere die Böschung neben der Strandbar
zieren. So können die Enten wieder in Ihren Lebensraum zurück und es
müssen im Gesundheitsministerium keine Federn lassen." so der
Vorschlag vom Wiener Tierschutzverein, der sich mit den Bestrebungen
des Gesundheitsministeriums deckt, wie heute im Gespräch erfahren.

Dr. Madeleine Petrovic zieht ein Resümee: "Natürlich begrüßen wir
das attraktive gastronomische und touristische Angebot in ganz Wien
und wir befürworten auch neue architektonische Akzente in der Stadt.
Aber gerade bei Locations, die den natürlichen Lebensraum von
Stadttieren berühren, muss in Hinkunft gemeinsam mit dem Wiener
Tierschutzverein und mit unseren Wildtier-ExpertInnen VORHER eine
Prüfung der möglichen Auswirkungen auf die tierischen
"Ur-EinwohnerInnen" erfolgen."

"Wenn Wien wirklich anders sein soll als die leblosen Betonburgen,
dann genügt nicht nur ein Herz für Tiere, sondern auch die Erhaltung
oder Schaffung geeigneter Lebensräume für sie!" so der Apell des
Wiener Tierschutzvereins.

Rückfragehinweis:

Lisa Faderny
   Kampagnenleitung, PR
   Wiener Tierschutzverein
   [email protected]
   Tel.: 069916604060
   www.wr-tierschutzverein.org

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