• 04.05.2011, 10:07:03
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Bundesheer-Pioniere bauen dem Wiener Wasser eine Behelfsbrücke

Unterstützungseinsatz des Bundesheers im Quellgebiet der II. Hochquellenleitung dient der langfristigen Sicherung der Wiener Wasserversorgung

Wien (OTS) - Die Rechenbrücke über den Radmerbach in Weichselboden
(Stmk.) muss erneuert werden. Während des Neubaus ermöglicht eine
Behelfsbrücke, die durch das Bundesheer errichtet wird, die Zufahrt.
"Die Rechenbrücke ist die einzige Zufahrtsmöglichkeit nach
Weichselboden und somit der einzige Zugang zu einzelnen
Quellfassungen und anderen wichtigen Anlagen der Wiener
Wasserversorgung.", erklärt Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Zerobin,
Betriebsvorstand der Wiener Wasserwerke (MA 31).

Die Brücke ist außerdem bedeutsam für die Erreichbarkeit der
Quellschutzwälder in diesem Gebiet, wo die MA 49 - Forstamt und
Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien für den Erhalt und die Pflege
der Wälder verantwortlich ist. Dazu Zerobin: "Nur ein gesunder
Waldbestand im Quellgebiet garantiert auch den kommenden Generationen
die gleichbleibend hohe Qualität des Wiener Hochquellwassers.
Schließlich liefern die in Weichselboden gelegenen Höllbachquellen
einen bedeutenden Teil des Wassers der II. Hochquellenleitung. In
Spitzenzeiten liegt der Anteil bei bis zu 20 Prozent der
transportierten Gesamtwassermenge".

Errichtung der Behelfsbrücke und Neubau Rechenbrücke

Der Aufbau der Behelfsbrücke durch die Pioniere des Bundesheers
beginnt mit 2. Mai 2011. Die Brücke wird direkt vor Ort aus
Stahlelementen zusammengebaut. Anschließend wird sie von einem
Schwerlastkran als Ganzes an ihre Bestimmungsstelle gehoben. Das
Baukastenprinzip der Behelfsbrücke ermöglicht eine besonders kurze
Bauzeit von nur vier Tagen. Danach wird die alte Brücke abgebrochen
und mit Bau der neuen Rechenbrücke begonnen. Der Neubau wird durch
die MA 29 - Wiener Brückenbau und Grundbau begleitet. Im November
2011 soll die Behelfsbrücke, nach der Verkehrsfreigabe der neu
errichteten Rechenbrücke, wieder abgetragen werden.

Weshalb die Stadt Wien in der Steiermark Brücken baut

Vor mehr als hundert Jahren erwarb die Stadt Wien im Bereich
Weichselboden Liegenschaften zur Fassung und Ableitung der
Hochquellen. 1906 verpflichtete die Bezirkshauptmannschaft Liezen als
damals zuständige Wasserrechtsbehörde die Stadt Wien unter anderem
dazu, die Zufahrtsstraße zum Ortsteil Weichselboden samt den hier
befindlichen Brücken zu erhalten.

Rückfragehinweis:

Wiener Wasserwerke
   Dipl.-Ing. Andreas Tomenendal
   Tel. 01 599 59 31003
   Mobil: 0676 8118 31003
   Email: [email protected] 
   
   Militärkommando Wien
   Oberstleutnant Stefan Koutnik
   Mobil: 0664 6221902

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