• 03.05.2011, 16:38:05
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WKS will europaweiten Ausstieg aus der Atomkraft

Gemeinsamer Antrag aller wahlwerbenden Gruppen der WKS im Wirtschaftsparlament

Salzburg (OTS) - Die Wirtschaftskammer Salzburg setzt einen
bemerkenswerten Schritt: In einem gemeinsamen Antrag aller
wahlwerbenden Gruppen - Wirtschaftsbund, Wirtschaftsliste Salzburg -
Haigermoser (RFW), Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband,
Gemeinsame Liste der Salzburger Industrie, Gemeinsame Liste der
Salzburger Banken und Versicherungen sowie die "Grüne Wirtschaft" -
tritt die gesetzliche Interessenvertretung der Salzburger Wirtschaft
für einen "europaweiten Ausstieg aus der Atomkraft als Technologie
der Energieerzeugung" ein. Der Antrag wurde im Rahmen der heutigen
Sitzung des Wirtschaftsparlaments einstimmig beschlossen, berichtete
WKS-Präsident Julius Schmalz.
"Wirtschaft trägt Verantwortung" hieß das WKS-Leitthema 2009, das
seinen Ausdruck unter anderem in der "Salzburger Erklärung" gefunden
hat. "Auf Basis dieser von uns abgestrebten Wirtschaftskultur der
Verantwortung ist auch der heutige gemeinsame Antrag zur künftigen
Ausrichtung der Energiepolitik zu sehen", betonte der Salzburger
Wirtschaftskammerpräsident. "Es ist ein Signal für Verantwortung,
dass sich die Wirtschaftskammer Salzburg zur Notwendigkeit eines
Ausstiegs aus der Atomkraft bekennt. Fukushima hat hier vieles
verändert, den Blick geschärft und einen Lernprozess in Gang
gesetzt." Vor diesem Hintergrund brauche es eine Erweiterung der
energiepolitischen Grundsätze der WKS. "Die WKS tritt daher für einen
Ausstieg aus der Atomkraft ein, samt einem beschleunigten Umstieg auf
erneuerbare Energiequellen in der Energieversorgung." Klar ist aber
auch, dass dieser Ausstieg und Umstieg auch wirtschaftlich
verantwortungsvoll ablaufen müsse und unter dem Aspekt eines
effizienten Mitteleinsatzes zu sehen sei, betonte Schmalz.
Der Antrag zielt dabei in mehrere Richtungen. In erster Linie
müsse auf allen Ebenen die Energieeffizienz gesteigert werden. Ebenso
sollten die heimischen erneuerbaren Energien forciert werden.
Gefordert seien weiter Maßnahmen zum Ausbau wirtschaftlicher
Wachstums- und Zukunftschancen im Bereich Energie- und Umwelttechnik.
Die neugefasste energiepolitische Positionierung der WKS hält fest,
dass auch die Schaffung leistungsfähiger Netz- und Leitungsstrukturen
notwendig ist, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen und den
Transport und Ausgleich erneuerbarer Energie zu gewährleisten. Nicht
zuletzt fordert das Wirtschaftsparlament die Politik auf Landes- und
Bundesebene zu einer vernetzten und ressortübergreifenden
Zusammenarbeit in der Energiepolitik auf. Nur so können die aktuellen
Herausforderungen bewältigt werden.

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Salzburg, Presseabteilung
Tel.: 0662/8888 DW 345
mailto:[email protected]

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