• 03.05.2011, 11:36:24
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FP-Herzog: Wiener FP boykottiert Besuch von Präsident Abdullah Gül in Österreich

Präsident Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sind Hauptmotoren einer Islamisierungspolitik in der Türkei

Wien (OTS/fpd) - Die kemalistische Trennung von Religion und Staat
steht vor seiner endgültigen Beseitigung. Die laizistische Türkei
wird in Bälde ein Ende finden. Die Türken in Europa, auch in
Österreich, werden von der türkischen Staatsführung als fünfte
Kolonne für die Interessen ihrer Politik betrachtet. Gül und Erdogan
verfolgen eine klare Linie gegen die Integration der türkischen
Minderheit in Europa - allen sanften Worten Güls bei Staatsbesuchen
zum Trotz, so heute FPÖ-Landtagspräsident Johann Herzog in einer
Stellungnahme.

Angesichts dieser Entwicklungen hat die FP-Wien den gestrigen Besuch
des türkischen Präsidenten im Wiener Rathaus boykottiert.Dass dieser
Boykott die richtige Antwort auf den Staatsbesuch war, zeigt das
aktuelle Interview in der Tageszeitung "Die Presse", in der sich Gül
zu unglaublichen Bemerkungen versteigt.

Es sei eine unglaubliche Kühnheit des türkischen Staatspräsidenten,
dass er angesichts der brutalen Unterdrückung der Kurden - ein
Drittel der Bevölkerung der Türkei -, dass er angesichts der
Christenverfolgung, die sich in zahlreichen Gewalttaten manifestiert
hat, sowie der völligen Entrechtung des Patriachats von
Konstantinopel, das Wort "Menschenrechte" überhaupt in den Mund zu
nehmen getraut.

Auch Güls Ausflüchte bezüglich der unglaublichen Zerstörung des
Friedensdenkmals im osttürkischen Kars, das als Denkmal der
Menschlichkeit für die Versöhnung von Türken und Armeniern gedacht
war, und das auf Befehl von Erdogan geschleift wurde, zeigen
eindeutig, wie der Präsident in Wahrheit tickt. Eine brutalere
Brüskierung von 1,5 Millionen ermordeten armenischen Opfern des
Genozids ist nicht vorstellbar, so Herzog.

Die Türkei ist kein Teil Europas - weder geographisch, noch
kulturell. Die derzeitige türkische Regierung tritt Menschenrechte
mit Füßen und nicht zuletzt zeigen Erdogan und Gül, dass sie an einer
intensiven Zusammenarbeit mit Europa gar nicht interessiert sind.
Rein wirtschaftliche Aspekte dürfen jedenfalls beim europäischen
Erweiterungsprozess keine Rolle spielen. Daher lehnt die FPÖ den
Beitritt der Türkei zur EU entschieden ab, so Herzog abschließend.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
Tel.: Tel.: (01) 4000 / 81 798

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