- 02.05.2011, 15:34:18
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Historischer Vortrag über die Anfänge der Vorarlberger Landstände
Landesarchivar Niederstätter referiert am Mittwoch, 4. Mai 2011, in Bregenz
Bregenz (OTS/VLK) - Die Vorarlberger Demokratie wird in Festreden
gerne bis auf die im Spätmittelalter wurzelnden Landstände
zurückgeführt. Ist das aus historischer Sicht haltbar? Alois
Niederstätter wird am Mittwoch, 4. Mai 2011 um 17.00 Uhr, über die
Anfänge der Vorarlberger Landstände referieren. Zu diesem Vortrag
lädt das Vorarlberger Landesarchiv alle Interessierten nach Bregenz
(Kirchstraße 28) ein. Der Eintritt ist frei.
Anlässlich des Jubiläums "150 Jahre Vorarlberger Landtag"
beschäftigt sich das Landesarchiv in einer Vortragsreihe mit den
Landständen als Vorläufern der parlamentarischen Landesvertretung.
Landesarchivar Alois Niederstätter spürt in seinem Vortrag deren
Anfängen im ausgehenden Mittelalter nach.
Ausgleich zwischen Fürst und Volk
Mittelalterliche Herrschaftsausübung war begrenzt bzw. geteilt, es
musste Einverständnis hergestellt werden: zwischen dem König und den
Fürsten ebenso wie zwischen Grundherren und ihrer bäuerlichen
Untertanen. Spuren solcher Kommunikationsprozesse finden sich in den
Vorarlberger Quellen bereits aus der Zeit der Grafen von Montfort und
von Werdenberg. Mit dem Übergang weiter Teile des späteren Landes an
die Habsburger verfestigten sich die Herrschafts- und
Verwaltungsstrukturen. Damit Hand in Hand ging die Einrichtung
zunehmend institutionalisierter Kontakte zwischen dem Landesfürsten
und der korporativ organisierten Untertanenschaft, aus denen im 16.
Jahrhundert die "Landstände der Herrschaften vor dem Arlberg"
erwuchsen.
Ausstellung und Vortragsreihe
Bis Freitag, 6. Mai ist im Landhaus in Bregenz werktags die
Ausstellung "Die Vorarlberger Landstände - ein Gang durch ihre
Geschichte" zu besichtigen, die Manfred Tschaikner gestaltet hat.
Begleitend bietet das Landesarchiv Vorträge zum Thema an. Die Reihe
wurde von Johannes Dillinger eröffnet, der zum Vergleich einen
Einblick in die Entwicklung im deutschen Südwesten bot. Am 18. Mai
wird Manfred Tschaikner Dr. Josef Bitschnau vorstellen, den einzigen
Geschichtsschreiber der Vorarlberger Landstände. Michael Kasper wird
sich am 1. Juni der Geschichte des Standes Montafon widmen.
Abschließend wird Ulrich Nachbaur am 15. Juni der Frage nachgehen, ob
es in Vorarlberg eine landständische Verfassungstradition gibt. Alle
Vorträge finden jeweils um 17.00 Uhr im Landesarchiv in Bregenz
(Kirchstraße 28) statt. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen: www.landesarchiv.at.
Rückfragehinweis:
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