• 02.05.2011, 12:37:12
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Global Corruption Report: Klimaschutz jetzt gegen Korruption absichern!

Wien/Berlin (OTS) - Transparency International (TI) veröffentlicht
heute seinen jährlich erscheinenden Global Corruption Report. Thema
2011 ist der Klimawandel: Die Regierungen der Industrieländer haben
versprochen, die Finanzierung für Klimamaßnahmen bis zum Jahr 2020
auf bis zu 100 Mrd. US-Dollar jährlich zu erhöhen. TI warnt
eindringlich davor, die Korruptionsrisiken rund um die Geldflüsse zum
Klimaschutz zu unterschätzen und empfiehlt, diesen durch eine
Stärkung der Kontrollsysteme entgegen zu wirken.

Der Global Corruption Report: Climate Change enthält
praxisbezogene Richtlinien, um zu verhindern, dass Korruption
Maßnahmen zum Klimaschutz untergräbt und fordert Regierungen,
internationale Organisationen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf,
verantwortungsbewusste Klimapolitik zu betreiben. In verschiedenen
Themenbereichen wie Emissionshandel, Anpassungsmaßnahmen und
Abholzung wird analysiert, wie Vertrauen und Integrität in die
Maßnahmen der Klimapolitik gesichert werden können.

Beiträge aus Bangladesch, Bolivien, Kenia, Kolumbien, Österreich,
den Philippinen, Spanien und den USA machen die globale Dimension des
Klimawandels deutlich.

Der österreichische Beitrag untersucht Maßnahmen zur Bekämpfung
des Klimawandels im Hinblick auf deren Effektivität und Transparenz.
Dabei wird insbesondere auf die österreichische Klimastrategie
2008-2012 und die im Kyoto Protokoll normierten Ziele eingegangen.
Der Bericht zeigt, dass, obwohl genügend monetäre Mittel vorhanden
sind, diese auch nachhaltig eingesetzt werden müssen / sollten, um zu
einer Verbesserung der Lage in Österreich zu führen. Die Diskrepanz
zwischen der eigentlich auferlegten Verpflichtung und der
Implementierung der Maßnahmen wird sonst weiter ansteigen.

"Die dringend notwendigen Reaktionen auf den Klimawandel müssen
durch Transparenz und gewissenhaftes Handeln unterstützt werden.
Klimaschutzinitiativen sollten von Anfang an geeignete
Kontrollmechanismen enthalten", so Huguette Labelle, Vorsitzende von
Transparency International. "Nur wenn schon jetzt auf Transparenz und
angemessene Kontrollen geachtet wird, kann der Erfolg von
Klimaschutzmaßnahmen und -finanzierung gewährleistet werden."

Jene Länder die am stärksten vom Klimawandel betroffen sein werden
- und in die die meisten Gelder fließen werden - rangieren durchwegs
im unteren Bereich des Corruption Perceptions Index von TI. Gerade
Mittel für Anpassungsmaßnahmen werden meist für Infrastrukturprojekte
genutzt, die als besonders korruptionsanfällig gelten.

"Korruption schreckt vor nichts zurück, nicht einmal vor der
Zukunft unseres Planeten. Wenn wir jetzt keine Maßnahmen setzen, um
Klimaschutzmaßnahmen transparent und verantwortungsbewusst zu
verwalten, bedeutet dies nicht nur jetzt einen Verlust an Ressourcen,
sondern schädigt zukünftige Generationen.", sagt Labelle.

Der Global Corruption Report: Climate Change ist nachzulesen unter:
http://www.ots.at/redirect/transparency

Rückfragehinweis:
Transparency International
Deborah Wise Unger, Tel: +49 30 343820 - 666
mailto:[email protected]

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