- 02.05.2011, 12:00:33
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Landau: Kirche will bei Integration konkrete Lösungen
Wiener Caritasdirektor reagiert positiv auf Ankündigungen von Staatssekretär Kurz - "Brauchen mehr Respekt vor dem, was Menschen heilig ist"
Wien, 02.05.11 (KAP) Die Kirche will beim Thema Integration konkrete
Lösungen für die Betroffenen und ist dafür zur Zusammenarbeit mit
dem neuen Integrationsstaatssekretariat bereit. Das betonte der
Wiener Caritasdirektor Msgr. Michael Landau am Montag in einem
Gespräch mit "Kathpress". Landau reagierte darin auch positiv auf
jüngste Aussagen von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz.
Dieser hatte am Sonntag gegenüber der "Austria Presse Agentur"
angekündigt, den Kontakt mit Vertretern aller anerkannten
Religionsgemeinschaften zu suchen und gesagt: "Religion kann Teil
der Lösung und nicht Teil des Problems sein."
Die Erfahrung der Kirche zeige, "dass gelungene Integration möglich
ist und dass alle Beteiligten davon profitieren", bekräftigte
Landau. "Wir wünschen und fordern dabei Respekt vor dem, was
Menschen heilig ist." Wichtig für "echte Fortschritte" bei der
Integration sei eine "verbale Abrüstung und mehr Behutsamkeit von
allen Seiten", sagte der Wiener Caritasdirektor, der im Auftrag von
Kardinal Schönborn die katholische Kirche in der
Integrationsplattform des Innenministeriums vertreten hat.
Humanitäres Bleiberecht stärken
Dringenden Handlungsbedarf sieht Landau bei der Umsetzung des
humanitären Bleiberechts: Es brauche rasch eine Lösung für Familien,
die hier leben und gut integriert sind und besonders "für Kinder,
die hier geboren sind und die Heimat ihrer Eltern nur mehr vom
Hörensagen kennen". Hier müsse sich "faktisch gelungene Integration
auch rechtlich niederschlagen". Dies gelte für Menschen, "die hier
jahrelang Wohnung und Arbeit haben und strafrechtlich unbescholten
sind", präzisierte der Wiener Caritasdirektor.
Zustimmend äußerte sich Landau zum Vorhaben des neuen
Integrationsstaatsekretärs, durch die Förderung von Sprachprojekten
die Deutsch-Kenntnisse von Zuwanderern zu verbessern. Der
Caritasdirektor verwies dabei auf "gute Beispiele in Wien und
Niederösterreich". Insgesamt brauche Integration aber weit mehr,
betonte Landau und nannte dazu "das Recht auf Familie, soziale
Absicherung, Zugang zur Bildung, vertretbare Wohnverhältnisse und
die Stärkung der muttersprachlichen Kompetenz".
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