• 01.05.2011, 09:02:05
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Glawischnig fordert am Tag der Arbeit mehr Investitionen in Grüne Jobs

Grüne fordern mehr Solidarität mit Menschen ohne Arbeit

Wien (OTS) - Grünen-Chefin Eva Glawischnig fordert am heutigen Tag
der Arbeit von der Bundesregierung eine Investitions-Offensive in
Grüne Arbeitsplätze. "Durch mutige Investition in erneuerbare
Energien, Energieeffizienz, Umwelttechnologie, sowie Sozial-,
Bildungs- und Pflegeberufe können in Österreich in den nächsten
Jahren mehr als 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden",
erläutert Glawischnig beim Zukunftskongress der Grünen am 1. Mai in
Linz. "Oberösterreich hat in den vergangenen Jahren - mit der
Regierungsbeteiligung der Grünen - gezeigt, dass es einen wachsenden
Arbeitsmarkt im Bereich der zukunftsorientierten "Green Jobs" gibt.
Durch das Engagement von Umweltlandesrat Rudi Anschober werden in
Oberösterreich mittlerweile 36.000 Grüne Jobs gesichert." Eine
aktuelle WIFO-Studie aus Februar 2011 bestätigt den Grünen Kurs:
Investitionen in der Höhe von 6,3 Milliarden Euro in die Bereiche
erneuerbare Energien, Energieeffizienz und thermische Sanierung
könnten bis 2020 mindestens 75.000 neue Ökojobs schaffen. "Die
Bundesregierung wäre gut beraten, diese Jobchancen nicht länger zu
ignorieren und endlich die Weichen in Richtung Zukunftsjobs zu
stellen und zu investieren, statt den Sparkurs auf Kosten der Zukunft
fortzusetzen", fordert Glawischnig. Dazu zählen unter anderem ein
wirkungsvolles neues Ökostromgesetz statt ein Ökostrom-Stopp-Gesetz
wie von Minister Mitterlehner geplant; Investitionen in den
öffentlichen Nahverkehr statt weiterer Milliardeninvestitionen in
Autobahnen wie von Ministerin Bures geplant und eine echte
Ökologisierung des Steuersystems, also die steuerliche Entlastung des
Faktors Arbeit und höhere Steuern auf klimaschädliche fossile
Energieträger. "Die Grüne Joboffensive ist gleichzeitig das beste
Rezept für den Atomausstieg, die Energiewende und erfolgreichen
Klimaschutz. Ökojobs sind Zukunftsjobs, denn eine starke Wirtschaft
braucht ein gesundes Klima und eine gesunde Umwelt. Frei nach dem
Motto: Wenns der Umwelt gut geht, gehts der Wirtschaft gut."

Glawischnig fordert aber am heutigen Tag der Arbeit auch mehr
Solidarität mit Menschen ohne Arbeit. "Arbeitslose und
armutsgefährdete Menschen werden in Österreich nicht ausreichend
unterstützt, die Lebenssituation dieser Menschen hat sich im letzten
Jahr leider nicht verbessert, sondern vielfach sogar verschlechtert",
kritisiert Glawischnig. "Noch immer ist das Arbeitslosengeld in
Österreich das zweitniedrigste in der EU, arbeitslose Menschen werden
in Österreich in sinnlose Kurse gepresst und dazu gezwungen, zu
ungerechten Minilöhnen in schikanösen Leiharbeitsverhältnissen zu
arbeiten. Auch die Mindestsicherung hat hier keine Verbesserung
gebracht", sagt Glawischnig, die eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes
zumindest auf den EU-Durchschnitt von 70 Prozent und eine deutliche
Erhöhung der Freibeträge in der Notstandshilfe fordert.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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