"Wiedereinstieg durch besseres Kinderbetreuungsangebot fördern!"
Ministerin Heinisch-Hosek und AK Präsident Tumpel bei AK Messe Beruf Baby Bildung: Kinderbetreuung und Weiterbildung zentral für Wiedereinstieg
Wien (OTS) - Mehr Sachleistungen und weniger Geldleistungen für
Familien bei der Kinderbe-treuung - das fordern Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek und AK Präsident Herbert Tumpel anlässlich
der AK Messe Beruf Baby Bildung. "Österreich liegt auf dem OECD-Platz
drei bei den Geldtransfers an Familien. Dabei sind sich ExpertInnen
einig: Sachleistungen wie Kindergartenplätze bringen allen mehr und
rechnen sich für den Staat. Je früher man hier investiert, desto
besser für Familien", so Heinisch-Hosek. "Ein ausreichendes Angebot
in diesem Bereich ist zentral, damit Frauen der berufliche
Wiedereinstieg gelingen kann", sagt Tumpel. Die bisherige Förderung
durch den Bund hat ihre Wirkung deutlich gezeigt, allein bei den
Krippenplätzen hat sich das Angebot fast vervierfacht. Dennoch fehlen
in Österreich allein für die Unter-3-Jährigen 35.000 Plätze, um die
Barcelona-Ziele zu erreichen - und die Bundesförderung ist bis auf
weiteres ausgesetzt. "Hier besteht dringender Handlungsbedarf, auch
aus bildungspolitischer Sicht. Der Ausbau des
Kinderbetreuungsangebots muss so schnell wie möglich wieder durch den
Bund gefördert werden", so Tumpel.
Außerdem fordert Tumpel, dass das kostenlose Nachholen von
Bildungsabschlüssen rasch möglich wird. Das neue Fördermodell, wonach
die Länder die Hälfte der Kosten übernehmen sollen, muss so bald wie
möglich umgesetzt werden, die Länder sind am Zug. "Weiterbildung ist
gerade für Arbeitnehmerinnen ohne Berufsausbildung und schon gar bei
Wiedereinsteigerinnen das beste Mittel, um Arbeitslosigkeit
vorzubeugen oder neue Perspektiven zu finden", so Tumpel.
Viele Frauen wollen die Karenz auch für Weiterbildung nutzen und sich
damit auf den Wiedereinstieg bestmöglich vorbereiten.
ArbeitnehmerInnen ohne abgeschlossene Aus-bildung sind häufiger
arbeitslos und haben weniger Chancen am Arbeitsmarkt. Das trifft
besonders auf WiedereinsteigerInnen nach der Karenz zu. "Wer einen
Bildungsabschluss nachholen will, dem muss dies kostenlos möglich
sein", fordert Tumpel. Eine AK-Befragung in Wien ergab, dass 70
Prozent der Mütter ohne abgeschlossene Berufsaus-bildung einen
beruflichen Neustart wünschen. Sie wollen entweder die begonnene
Aus-bildung beenden oder einen neuen Bildungsabschluss schaffen.
Deshalb ist es dringend notwendig, dass die vom Bund versprochenen
und von Bund und Ländern gemeinsam zu finanzierenden Modelle dafür
rasch umgesetzt werden. Davon können auch Wiedereinsteigerinnen nach
der Karenz profitieren, um etwa den Hauptschulabschluss nachzuholen.
"Ich bin sehr froh, dass sich die AK dem so wichtigen Bereich der
Vereinbarkeit von Kindern, Beruf und Bildung eine Informationsmesse
widmet. Denn Vereinbarkeit ist leider immer noch zumeist Frauensache.
Hier müssen wir weiterhin aufs Gas steigen, damit Frauen wie Männer
Familie und Karriere problemlos unter einen Hut bringen", so
Frauenministerin Heinisch-Hosek.
Die AK leistet mit der Messe Beruf Baby Bildung, mit
maßgeschneiderten Kursen für Eltern in Karenz sowie dem erhöhten
Bildungsgutschein der AK Wien für Karenzierte (150 Euro pro Jahr)
einen Beitrag, um Karenzierten den Wiedereinstieg zu erleichtern. Die
AK Messe Beruf Baby Bildung ist die größte Messe für
ArbeitnehmerInnen in Elternkarenz in Österreich. Rund 1.000
BesucherInnen informierten sich zu unterschiedlichen
Wiedereinstiegsthemen, von Arbeitsrecht über Steuerfragen bis zur
Weiterbildung. Während des gesamten Messebetriebs wurde
selbstverständlich kostenlose Kinderbetreuung angeboten.
SERVICE: Bilder von AK Präsident Herbert Tumpel und Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek auf Anfrage: 01 - 50165 - 2153,
sonja.fercher@akwien.at
Sonja Fercher
Tel.: +43-1 501 65-2153
sonja.fercher@akwien.at
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