• 29.04.2011, 12:58:33
  • /
  • OTS0240 OTW0240

Seligsprechung: Johannes Paul II. war "Zeigefinger" Gottes

Grazer Bischof Kapellari würdigte Leben und Werk des verstorbenen Papstes bei Tagung der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften in Rom

Vatikan, 29.04.11 (KAP) Als "Zeigefinger" Gottes, "der unbeirrbar
auf Christus und auf den Menschen, vor allem auf den Menschen in Not
und Gefahr hinwies", hat der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari
Johannes Paul II. gewürdigt. Er sei eine "Gestalt von eminenter
welthistorischer Bedeutung" und eine "herausragende Gestalt inmitten
der Kirche und inmitten der Menschheit", so Kapellari in einer
Predigt aus Anlass der Tagung der Päpstlichen Akademie für
Sozialwissenschaften, die vom 29. April bis 3. Mai - und damit im
zeitlichen Umfeld der Seligsprechung des Wojtyla-Papstes - im
Vatikan ihre 17. Jahresvollversammlung abhält.

Besonders unterstrich Kapellari den Einsatz Johannes Pauls II. für
Menschenrechte und Menschenwürde, der über Grenzen hinausreichte,
"die ein nachchristlicher Humanismus meist nicht überschreiten
will". Ebenso betonte Kapellari den "Widerstand gegen Abtreibung,
Euthanasie und sexuelle Freizügigkeit" als wichtige und bleibende
Aspekte des Wirkens Johannes Pauls II. "Viele, die ihn deshalb
kritisierten, bewunderten aber seinen Einsatz für den Weltfrieden,
für mehr soziale Gerechtigkeit, für die christliche Ökumene und für
Frieden zwischen den Weltreligionen", der den Seligen zu einem
"herausragenden Anwalt für die Religionsfreiheit weltweit" gemacht
habe.

Schließlich erinnerte Kapellari an eine Szene bei der Begräbnisfeier
für Johannes Paul II. 2005 in Rom, bei der auf dem einfachen Sarg
ein Evangelienbuch lag. Ein aufkommender Wind blätterte in den
Seiten des Buches, schließlich ließ ein stärkerer Windstoß das Buch
zuklappen: "Das erschien vielen als ein Symbol für ein
abschließendes Amen Gottes als Siegel auf ein langes Leben in
unermüdlichem Einsatz für das Evangelium", so der Grazer Bischof.

Kapellari abschließend: "Dieser Papst, der 263. Bischof von Rom, der
in den Schuhen des Fischers Simon Petrus stand, war ein glaubhafter
Christ, der von der Heiligkeit Gottes tief durchdrungen war. Er wird
für die Kirche und für uns alle weiterhin ein Vorbild sein und er
wird für uns ein Fürbitter bei Gott sein."

Mehr auf www.kathpress.at (ende) hkl/jop/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel