- 29.04.2011, 11:00:13
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VOLLFANS brauchen keine Promille
"VOLLFAN statt voll fett" - das Projekt für maßvollen Alkoholkonsum bei Fußballspielen - geht Anfang Mai mit VOLLFAN-TOTO und Mitmach-Aktionen in die 2. Runde
Wien (OTS) - Zu wissen, wie Alkohol wirkt und zu spüren, wie sehr
er beeinträchtigen kann, steht im Zentrum der zweiten Welle des
Projekts "VOLLFAN statt voll fett". Um die Auseinandersetzung der
jungen StadionbesucherInnen mit den negativen Folgen von übermäßigem
Alkoholkonsum zu fördern, starten Anfang Mai die Mitmachaktionen des
Projekts. Beim neuen VOLLFAN-TOTO können alle jungen Fans zwischen 16
und 25 Jahren mitmachen, zu gewinnen gibt es einen attraktiven
VOLLFAN-Schal des eigenen Vereins, FK Austria Wien bzw. SK Rapid
Wien.
Dafür müssen aber nicht nur Fragen wie zum Beispiel "Wie lange dauert
es, bis der Alkohol im Blut wieder abgebaut ist?" oder "Welche Organe
werden durch übermäßigen Alkoholkonsum geschädigt?" richtig "getippt"
werden, auch Ballgefühl ist gefordert, um einen Vereinsschal aus der
VOLLFAN-limited-Edition zu erhalten - und zwar beim Dosenschießen.
Für jeden richtigen Tipp zu den VOLLFAN-TOTO-Fragen gibt es beim
VOLLFAN-Corner neben dem Heimstadion ein "Fetzenlaberl" - und dann
heißt es, voll konzentriert alle zehn Dosen abräumen, um einen
VOLLFAN-Vereinsschal des FK Austria oder SK Rapid mit nach Hause
nehmen zu können. Außerdem wird es einen "Rauschbrillen-Parcours"
geben, bei dem man mit Alkohol-Simulation Geschicklichkeitsaufgaben
lösen muss.
"Die Nachteile von übermäßigem Alkoholkonsum können durch diese
spielerischen Wissensaufgaben und den Mitmach-Aktivitäten besonders
gut aufgezeigt werden", so Mag.a Sonja Wehsely, Wiener Gesundheits-
und Sozialstadträtin. "Außerdem ist es wichtig, die Jugendlichen und
jungen Menschen in ihrer Sprache anzusprechen und Alkoholkonsum dort
zu thematisieren, wo er stattfindet - bei diesem Projekt im
Fußballstadion."
Die erste Mitmach-Runde für die Rapid-Fans findet am 1. Mai beim
Spiel gegen Red Bull Salzburg statt, für die Austria-Fans beginnen
VOLLFAN-TOTO und Rauschbrillen-Parcours am 7. Mai beim Spiel gegen
den LASK Linz.
Nur nüchtern volle Leistung möglich
Gerade am Fußballplatz stehen sich Fitness und Konzentration der
Vollprofis am Rasen und der übermäßige Alkoholkonsum von
MatchbesucherInnen auf der Tribüne besonders augenscheinlich
gegenüber. "Konzentrierte Unterstützung auf der Tribüne bis zur
allerletzten Minute, um gemeinsam den Torrausch zu genießen - das ist
die Unterstützung, die wir am Rasen brauchen. Das geht nur mit voller
Leidenschaft und nicht mit vielen Promille", sind sich die Kapitäne
der Austria, Roland Linz und von Rapid, Steffen Hofmann, einig.
"Für einen VOLLFAN spielt immer der eigene Verein die erste Geige und
nicht der Alk", sind sich die jungen Austria- und Rapid-Fans einig,
die als Testimonials dem VOLLFAN-Projekt ihr Gesicht geben. Sie sind
seit Februar auch als Peers bei ausgewählten Heim-Spielen ihrer
Mannschaft im Einsatz, um mit Gleichaltrigen über die Nachteile von
risikoreichem Alkoholkonsum zu sprechen. "Gute Stimmung braucht
keinen Alkohol", ist Rapid-VOLLFAN Tamara Apfelthaler überzeugt.
"Außerdem verpasst man mit zuviel Bier oft die schnellsten Haken"
ergänzt Austria-VOLLFAN René Rodlauer.
Neue Wege in der Wiener Suchtprävention
Das Projekt "VOLLFAN statt voll fett" wurde Mitte Februar vom
Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien
gestartet und läuft bis Ende Oktober 2011. Ziel ist die
Thematisierung von problematischem Alkoholkonsum in jugendaffiner
Fußballsprache - gemeinsam mit den Projektpartnern FK Austria Wien
und SK Rapid Wien. In drei Wellen werden junge StadionbesucherInnen
zwischen 16 und 25 Jahren angesprochen. Aber auch
VereinsmitarbeiterInnen, StadionbetreiberInnen und deren Personal,
Gastro-Teams in den Stadien und vor Ort, Security und Exekutive in
den Stadien sowie Sanitätsdienste werden in die
Sensibilisierungsarbeit mit einbezogen. Die erste Welle sorgte für
Problembewusstsein, eine Fokussierung auf die Fan-Rolle war das Ziel.
Die zweite Welle wird die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum
fördern. Die dritte Welle will Jugendliche zur Zustimmung zur
Verhaltensänderung motivieren, um langfristig den Alkoholkonsum in
den Stadien zu minimieren.
Das Projekt wird aus Mitteln des Fonds Gesundes Österreich gefördert.
Rückfragehinweis:
Mag.a Angelina Zenta Stv. Pressesprecherin des Wiener Drogenkoordinators Öffentlichkeitsarbeit Geschäftsführung und Büro des Wiener Drogenkoordinators Sucht- und Drogenkoordination Wien gemeinnützige GmbH Modecenterstraße 14 / Block B / 2. OG, 1030 Wien Tel.: +43 1 4000 87376 Mobil: +43 676 8118 87376 Fax: +43 1 4000 99 87376 [email protected] www.drogenhilfe.at
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