- 29.04.2011, 10:28:49
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Siemens City: Österreichs erstes Gebäude mit LEED-Gold Auszeichnung
Siemens City erhält Zertifikat für dauerhaften Klima- und Umweltschutz

Wien (OTS) - Das Siemens Österreich-Headquarter in
Wien-Floridsdorf spart durch den Einsatz moderner und hocheffizienter
Gebäudetechnik rund 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Bereits bei der
Planung des Gebäudes wurde mit gutem Beispiel vorangegangen und auf
eine nachhaltige Bauweise geachtet. Deshalb wurde die Siemens City
neben dem Green Building Certificate der Europäischen Kommission nun
auch mit dem LEED-Gold Zertifikat des U.S. Green Building Councils
(USGBC) ausgezeichnet. Es ist damit das erste Bürogebäude seiner Art
in Österreich mit dieser hohen Auszeichnung. Das LEED-Zertifikat
(Leadership in Energy and Environmental Design) wird an Gebäude
vergeben, die bereits während der Bauphase und im laufenden Betrieb
klimafreundliche Technologien einsetzen, um Treibhausgase aktiv zu
reduzieren.
"Als größter Anbieter von nachhaltigen Technologien und unserem
Umweltportfolio, sieht es Siemens als seine gesellschaftliche
Verantwortung, umweltfreundliche und klimaschonende Maßnahmen auch im
Unternehmen selbst umzusetzen. Die Siemens City erfüllt durch eine
nachhaltige Bauweise bereits heute die Anforderungen an Gebäude von
morgen - deshalb freut es mich besonders, dass die Siemens City als
erstes Gebäude in Österreich mit einer LEED-Gold Zertifizierung
ausgezeichnet wurde. Wir gehen mit gutem Beispiel voran und sind
Vorreiter für kommende Immobilien-Projekte innerhalb und außerhalb
des Unternehmens", freut sich Siemens Österreich-Generaldirektor
Wolfgang Hesoun.
Mit einem Investitionsvolumen von 145 Millionen Euro ist die Siemens
City eines der größten Immobilienprojekte im gesamten
Siemens-Konzern. Das Bürogebäude im 21. Wiener Gemeindebezirk wurde
am 11. Juni 2010 offiziell eröffnet.
Zertifikat für energie- und umweltgerechte Planung von
Gebäuden
Das LEED-Zertifikat wurde im Jahr 2000 vom U.S. Green Building
Council gegründet. USGBC ist eine international tätige, unabhängige
Organisation aus den Vereinigten Staaten, welche Gebäude aller Art
hinsichtlich ihres Nachhaltigkeitsaspektes beurteilt und auszeichnet.
Die Bewertung erfolgt über ein Kategoriensystem, in dem Punkte für
eine Zertifizierung gesammelt werden können. Bürogebäude werden nach
den Kriterien Grundstücksauswahl, Einsatz von Wasserressourcen,
Energie und Klima, Materialien- und Ressourcenverwertung und
Innenraumqualität beurteilt. Für die Erlangung des Goldstatus waren
mindestens 39 Punkte notwendig - die Siemens City sammelte 47 Punkte
und schließt damit die LEED Gold-Zertifizierung mit einer
überdurchschnittlichen Bewertung ab. Der Zertifizierungsprozess wurde
von der Firma Turner & Townsend koordiniert und begleitet.
Die Punktevergabe für die Siemens City im Detail:
- Die Energieversorgung erfolgt durch Fernwärme aus
Kraft-Wärme-Kopplung - es gibt keine eigene Kesselanlage. Zur Heizung
und Kühlung wird zusätzlich Geothermie genutzt, außerdem verfügt die
Gebäudemasse über einen Wärme- und Kältespeicher mit
witterungsgesteuertem Sonnenschutz. Zur Warmwasserbereitung der
Restaurants dient eine Solaranlage. Die Wärmetauscher in der
Haustechnikzentrale am Dach der Siemens City ermöglichen eine
Wärmerückgewinnung von bis zu 75 Prozent aus der Abluftenergie.
- Das Gebäude ist auf einer Industriebrache errichtet, es musste kein
weiteres unerschlossenes Grundstück in Anspruch genommen werden. Das
Gelände verfügt außerdem über einen großen Anteil an begrünten
Flächen. Dadurch kann bei Niederschlag mehr Regenwasser versickern
und in das Grundwasser überströmen - die öffentlichen Abwasserkanäle
werden weniger belastet.
- Die Siemens City verfügt über eine hohe Anzahl von
Fahrradabstellplätzen und Duschen, um den MitarbeiterInnen eine
Anreise ohne Auto zu ermöglichen und somit zusätzlich CO2 zu
reduzieren. Die Dusch- und WC-Anlagen sind mit wassersparenden
Armaturen ausgestattet.
- Innenraumkonzept: Die Büros verfügen über intelligente
Beleuchtungstechnik und werden mittels Bauteilaktivierung beheizt und
gekühlt. Bei der Konzeption der Büroräume wurde auf einen hohen
Tageslichteinfall geachtet. Durch den Einsatz emissionsarmer
Materialien und Geräte im Bürobereich werden die MitarbeiterInnen
effizient vor Innenraumluftverschmutzung geschützt. Raucherzonen
wurden nach Außen verlegt.
- In der Bauphase wurde auf einen erhöhten Einsatz von regionalen
Materialen und Materialien mit einem hohen Recyclinganteil Wert
gelegt.
"Stadt" für 6.000 Menschen
Am Standort Siemensstraße sind derzeit rund 6.000 SiemensianerInnen
beschäftigt - mehr als 3.000 davon haben ihren Arbeitsplatz in den
Neubauten der Siemens City. Die Siemens City besteht aus den beiden
neu errichteten Gebäudeteilen Tower und Nordspange sowie aus
umliegenden Gebäuden am Firmengelände an der Siemensstraße, die schon
bisher genutzt wurden. Ein wichtiger konzeptioneller Gedanke ist
Vernetzung - einerseits durch die Verschränkung der neuen Gebäude mit
dem umgebenden Naturraum sowie durch das Zusammentreffen der
Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Geschäftsbereichen an
einem Ort. Begünstigt werden sollen diese Prozesse durch eine auf
Offenheit und Kommunikation ausgelegte Orientierung des Gebäudes. Am
besten sichtbar wird das durch die Communication Line, die
"Verbindungslinie" zwischen den Gebäudeteilen, die als zentraler
Treffpunkt konzipiert ist.
Landmark mit 55 Meter-Tower
Den städtebaulichen Akzent der Siemens City setzt der 55 Meter hohe
Tower. Die architektonische Form des 12-geschoßigen Gebäudes ergibt
sich aus einer einladenden, sich öffnenden Geste zur
Hauptzuzugsrichtung Siemensstraße (S-Bahn-Station). Die Gestik stellt
den Zusammenhang zwischen offener, transparenter Unternehmenskultur
und zukunftsorientiertem Mut und Pioniergeist dar. Die
architektonische Planung der Siemens City stammt vom Wiener
Architekturbüro Soyka/Silber/Soyka, das nach einem internationalen
Wettbewerb gemeinsam mit der Stadt Wien beauftragt wurde.
Zahlen, Daten und Fakten zur Siemens City
Investitionskosten: 145 Millionen Euro
Grundstücksfläche Siemensstraße: 485.000 m2 (entspricht etwa der
Fläche von 100 Fußballfeldern)
Bruttogeschossfläche (BGF) gesamt: 81.500 m2
Arbeitsplätze im Neubau: 3.000 (1.800 im Tower, 1.200 in der
Nordspange)
Arbeitsplätze gesamt am Standort Siemensstraße: 6.000
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Harald Stockbauer
Konzernpressesprecher
Siemens AG Österreich
Tel. +43 51707 26006
[email protected]
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